Nettetal: Hertie-Verkauf ist nicht einfach
zuletzt aktualisiert: 08.08.2009Nettetal (RPO). Seit einer Woche ist das Hertie-Kaufhaus in Lobberich geschlossen. Die Immobilie steht zum Verkauf. Es wird allerdings nicht leicht sein, den Komplex zu vermarkten. Gefragt sind so genannte 1a-Lagen. Das heißt sie müssen eine integrale Innenstadtlage haben, um vergleichsweise schnell veräußert werden zu können.
So vermittelten vorgestern die Retail-Berater von BNP Parisbas Real Estate das Hertie-Haus in Herdecke bei Dortmund an einen Projektmanager für Immobilienanlagen. "Wir sind sehr darum bemüht, eine Lösung für Hertie in Lobberich zu finden", unterstrich gestern der städtische Wirtschaftsförderer Dietmar Sagel. Der Stadt bleibe allerdings eher eine vermittelnde und, soweit es ihre Möglichkeiten zuließen, nur begrenzt unterstützende Rolle. "Wir haben selbst verschiedene Ideen, und es gibt mögliche Investoren. Aber verhandeln müssen letztlich Investoren und Eigentümer." Die komplizierte Lage mit insolventen Unternehmen an beiden Ecken (Hertie und Immobilien-Unternehmen Dawnay Day) mache die Aufgabe nicht leichter. Für Sagel ist es "entscheidend, dass ein Investor nicht nur eine Idee oder ein konkretes Projekt im Auge hat". Es müsse ein Mietkonzept und möglichst auch ein konkreter Mieter mitgebracht werden, um Aussicht auf Erfolg zu haben.
Vor diesem Hintergrund sei die Situation in Lobberich nicht komplizierter als irgendwo anders. Die parallelen Pläne der Stadt mit der Ansiedlung des neuen Einkaufszentrums seien daher kein Hindernis. Bürgermeister Wagner und Dietmar Sagel hatten am vergangenen Samstag unmittelbar vor Schließung des Hauses mit jedem einzelnen Mitarbeiter gesprochen und Hilfe dort zugesagt, wo sie möglich sei.
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