Nettetal: Hier so und dort anders
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 18.06.2009Nettetal (RPO). Der Schulentwicklungsplan eignet sich nicht als Tummelplatz bildungspolitischer Auseinandersetzungen. Das beharrliche Festhalten an überbrachten Strukturen einerseits und der Wunsch nach Veränderung andererseits wären zu wenig. Die Zahl der Schüler wird schrumpfen. Es wäre fahrlässig, sich darauf ausruhen zu wollen, dass für sieben Jahre alle vorhandenen Schulen sicher sind. Das ist nämlich zweifelhaft. Ungewiss ist die Zukunft der Comeniusschule, weil Förderschulen in "Kompetenzzentren" aufgehen sollen. Und ob es 2016 noch zwei Hauptschulen geben wird, ist auch fraglich. Die Furcht, eine erweiterte Oberstufe der Gesamtschule dürfe das Gymnasium nicht gefährden, ist grotesk. Warum verhindert niemand, dass einzelne Grundschulen ihr höchstes Bildungsziel darin sehen, Kinder auf Privatgymnasien nach außerhalb zu bringen? Das ist illoyla und gefährdet seit Jahren das Gymnasium. Nivellierung will keiner, aber schulsozialistischer Dirigismus zerstört den befruchtenden Bildungswettbewerb. Spannend bleibt auch, wer eigentlich beim "Bündnis für Schule" mitmachen darf. Es gibt in Nettetal schon zu viele Geheimzirkel und Arbeitskreise, die sich der Kontrolle durch die Bürger entziehen. Mal sehen, ob Eltern auch mal unmittelbare Mitwirkungsrechte bekommen.
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