Nettetal: Im Schnitt 9,25 Stunden geöffnet
VON HANS HENDRIK FALK - zuletzt aktualisiert: 14.02.2011Nettetal (RPO). Die Öffnungszeiten der Kindergärten in Nettetal sind sehr unterschiedlich – wegen der Wünsche der Eltern. Angehende Schulkinder werden in den Sommerferien an den Gemeinschaftsgrundschulen betreut.
Einen Mangel an Plätzen für Kinder im Vorschulalter gibt es in Nettetal kaum. Doch wie ist es um die Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen bestellt? Das fragte jüngst Maria Beiten (Grüne) im Jugendhilfeausschuss. Sie bezweifelt, dass alle Einrichtungen mit der den Eltern abverlangten beruflichen Flexibilität mithalten können. Tatsächlich sind die Bring- und Abholzeiten an den Kitas in der Stadt sehr unterschiedlich.
Das liege daran, so der Tenor in den Kindergärten, dass sich die Öffnungszeiten nach den Bedürfnissen der Eltern richteten. Auf Einzelfälle könne aber nicht immer eingegangen werden. Es sei wirtschaftlich nicht darstellbar, so auch Hannes Vilcans, unter dessen Federführung der Bedarfsplan ausgearbeitet wurde, für ein einzelnes Kind die Öffnungszeiten zu verlängern.
Kindertagesstätten
Einrichtungen Insgesamt 16 in Nettetal: vier in Breyell, zwei in Hinsbeck, vier in Kaldenkirchen, eine in Leuth, vier in Lobberich und eine in Schaag.
Platzangebot 2011 insgesamt 1166 Plätze; 611 in der 35 Stunden Betreuung, 555 in der 45 Stunden Betreuung.
Nur begrenzt Personal
Die längsten Öffnungszeiten (inklusive Bring- und Abholzeiten) bieten die Tagesstätten St. Lambertus in Breyell, St. Sebastian in Lobberich und das DRK-Familienzentrum in Lobberich. Dort können die Kinder ab sieben Uhr gebracht und müssen bis spätestens 17 Uhr abgeholt werden. Die städtische Kita Leutherheide hat die kürzesten Öffnungszeiten: 7.30 Uhr bis 16.15 Uhr. Im Schnitt haben die 16 städtischen, kirchlichen und sozialgetragenen Einrichtungen ab 7.15 Uhr geöffnet und um 16.30 Feierabend.
Die meisten Kitas geben an, dass sie vor Beginn jedes Kindergartenjahres die Eltern nach Wunschzeiten befragen. Dagmar Karwath, Leiterin der Integrativen Kindertagesstätte der DRK in Kaldenkirchen, erläutert den Vorgang: "Wir verschaffen uns eine Übersicht, wenn sich herausstellt, dass viele Eltern andere Zeiten wünschen, dann besprechen wir das mit dem Elternrat, der muss zustimmen." Aber es sei keine Frage, "auch wir haben nur begrenzt Personal zur Verfügung; nicht alle Wünsche können wir erfüllen", meint Karwath.
Ein weiteres Problem, das im Jugendhilfeausschuss des Kreises angesprochen worden war, ist die Betreuung angehender Schulkinder in den Sommerferien. Im August sind die Kinder weder im Kindergarten, noch an der Schule gemeldet. Kein Problem in Nettetal, so die Stadt. Die vier Offenen Ganztagsgrundschulen bieten eine Sommerbetreuung von acht bis 15 Uhr an. Die ersten drei Wochen der Ferien übernehmen die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Lobberich und die GGS Breyell; die letzten drei Wochen die Katholische Grundschule Lobberich und die GGS Kaldenkirchen, alle mit jeweils 50 Plätzen. Das Angebot steht auch den Kindern offen, die für keine dieser Schulen angemeldet sind. Diese müssen allerdings bezahlen: 35 Euro pro Woche plus Mittagessen.
Engpässe habe es im vergangenen Jahr nicht gegeben, erklärt die Stadt. Bis zwei Wochen vor Beginn der Sommerferien sollten Eltern ihre Kinder für die Sommerbetreuung anmelden, raten die Grundschulen.
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