Nettetal: Im Sparwahn selbst ausgebremst
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 13.06.2007Nettetal (RPO). Die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche hat Schwächen und Stärken der Stadt schnell wahrgenommen. Ebenso schnell begriffen hat sie, dass auf Dauer eine personell ausgedünnte Verwaltung zwar die Personalkostenquote senkt, das aber mitnichten etwas mit Effizienz zu tun hat. Sie möchte das Dezernat so stärken, dass es Aufgaben für die Bürger mit Fach- und Sachkenntnis selbst erledigt. Darin erwartet sie eine Qualitätssteigerung. Hoffentlich gelingt das. Es ist mittlerweile amüsant zu verfolgen, wie Ratsmitglieder sich über ausbleibende Protokolle beschweren, aber die niedrige Personalquote beifällig aufnehmen. Dieselben Ratsmitgliedern ärgern sich Löcher in die Bäuche, wenn extern beauftragte Unternehmen Pläne an den Vorstellungen vorbei entwickeln. Eine Verwaltung ist keine Zitrone, auch wenn sie schon Mal sauer macht. Ist sie aber einmal ausgequetscht, kommt gar nichts mehr heraus. Sie ist mit phantasielosem Sparwahn personell und substanziell geschwächt worden. Irgendwann ist der Zeitpunkt da, dass nur noch uninspiriert am Mangel herumgemurkst, aber nicht mehr verwaltet und gestaltet, entwickelt und gesteuert werden kann.
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