Nettetal: Initiative: "Kaldenkirchen ist auch Nettetal"
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 23.06.2009Nettetal (RPO). Es gibt in Nettetal eine weitere politische Bewegung. "Kaldenkirchen ist auch Nettetal" heißt es auf einer Internetseite, die seit dem Wochenende freigeschaltet ist. Ob sich daraus eine Wählergemeinschaft entwickelt, gar eine Partei, lässt Heinz Gerd Färvers als einer der Sprecher offen. "Wir treffen uns zu Beginn kommender Woche, um solche Dinge miteinander zu diskutieren. Den interessierten Bürgern wollen wir am Freitag, 3. Juli, beim ersten Treffen der Initiative ,Aktive Bürger für Kaldenkirchen' ab 20 Uhr im Saal der Gaststätte Zur Mühle eine unabhängige und überparteiliche Plattform bieten", erklärte er gestern.
Entwickelt habe sich die Idee am Stammtisch vor einiger Zeit, Treibsatz war der Erhalt der Jahnkampfbahn des TSV Kaldenkirchen. "Das ist die Klammer, die uns im Augenblick zusammenhält. Aber es haben sich bald darauf andere Themen entwickelt, mit denen sich einige ebenfalls intensiver beschäftigen möchten". Färvers und seine Mitstreiter wollen allerdings erst ausloten, wie hoch die Bereitschaft ist, wirklich aktiv zu werden.
Mittlerweile seien rund 30 Kaldenkirchener daran interessiert kritische Bilanz zu ziehen. "Wir maßen uns nicht an, auf alle unsere Fragen selbst Antworten geben zu können", so Färvers. Vor dem Hintergrund, dass Nettetal fast 40 Jahre alt ist, sei zu prüfen, ob die Darstellung dass die Stadt seit ihrer Gründung wirklich eine positive Entwicklung genommen habe. Nettetal müsse sich die Frage gefallen lassen, ob Kaldenkirchen als gleichberechtigter Stadtteil zu sehen sei oder ob Entscheidungen in 39 Jahren zu Lasten des Stadtteils gingen.
Weitere Themen findet die Initiative in der Frage, warum es nicht ausreichend Gesamtschulplätze gebe, wo ein neues Verkehrskonzept für Kaldenkirchen erkennbar werde und ob der Drogentourismus bedrohlich für die Sicherheit der Bürger sei. Besonders interessiert diejenigen, die aus dem Umfeld des TSV Kaldenkirchen kommen – das sind zurzeit die meisten – ob das neue Sportförderkonzept "auch Kaldenkirchen erreicht".
"Um eine Veränderung in der Politik Nettetals zu erreichen, ist es wichtig, gemeinsam die Politiker wachzurütteln", heißt es.
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