Nettetal: Initiative sammelte fast 1200 Unterschriften
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 29.05.2009Nettetal (RPO). Annähernd 1200 Unterschriften von Bürgern hat gestern die Elterninitiative für mehr Gesamtschulplätze im Rathaus Bürgermeister Christian Wagner und Schuldezernent Armin Schönfelder übergeben. "Wir haben streng darauf geachtet, möglichst nur Unterschriften von Nettetaler Bürgern zu sammeln und möglichst auch keine Dopplungen zu bekommen", erklärte Angelika Rohne. Sie hatte mit Manuela Schmülling die Initiative gegründet, weil ihre Kinder an der Gesamtschule abgewiesen werden mussten. Die Schule darf pro Jahr nur 120 Kinder aufnehmen.
Weil aber seit Jahren bereits weit mehr als hundert Kinder abgelehnt werden müssen, fordern die Initiatoren mehr Gesamtschulplätze. Ursprünglich hatten sie über den Bau einer zweiten Gesamtschule nachgedacht. "Aber wir wissen auch, dass die Zahl der Schüler abnehmen wird", erklärt Angelika Rohne. Das "anfangs sehr zähe" Gespräch im Rathaus mit Wagner und Schönfelder sei aus Sicht der Initiative "konstruktiv" verlaufen. "Allerdings haben uns beide deutlich gemacht, dass man im Rathaus unbedingt am dreigliederigen Schulsystem festhält."
Die Initiative will auch keine Erweiterung der vorhandenen Gesamtschule in Breyell. "Wir haben kein Interesse an einer Mammutschule. Die Sorge im Rathaus um den Fortbestand der Haupt- und Realschulen sei nur schwer verständlich. "Wir haben deutlich gemacht, dass nach unserer Beobachtung die Eltern die Gesamtschule wünschen. Das richtet sich überhaupt nicht gegen andere Schulformen, an denen gute Arbeit geleistet wird. Es ist schlicht ein klares Bekenntnis für die Gesamtschule und nicht gegen etwas."
Beim Sammeln der Unterschriften sei die Initiative gegen eigene Erwartungen von nahezu allen Bürgern mit offenen Armen aufgenommen worden. "Gerade Eltern mit Kindern haben sehr positiv reagiert. Viele wären bereit, sich ebenfalls zu engagieren."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum


