Nettetal: Interessenten für Hertie in Lobberich
zuletzt aktualisiert: 21.05.2009Nettetal (RPO). Die Tages des Kaufhauses "Hertie" in Lobberich sind offenbar gezählt. Gestern beschlossen die Gläubiger in Essen, den Geschäftsbetrieb aller 54 Warenhäuser einzustellen. Insolvenzverwalter Dr. Biener Bähr, der diesen Vorschlag unterbreitet hatte, wird jetzt mit dem Betriebsrat Verhandlungen aufnehmen. Sein Konzept sieht vor, dass innerhalb der kommenden zwei Monate in allen Filialen Schlussverkäufe stattfinden.
Diese Aufgabe fällt in Lobberich der neuen Filialleiterin Marion Schmeer zu. Sie hat soeben erst die Leitung von Stefan Blum übernommen und leitet gleichzeitig auch das größere Hertie-Warenhaus in Hilden. Die Ergebnisse der Gläubigerversammlung wollte Frau Schmeer gestern nicht kommentieren. Werde Hertie in Lobberich abgewickelt werden, müsse sie wohl auch diese Aufgabe übernehmen, erklärte sie lediglich.
Bestürzt reagierte Bürgermeister Christian Wagner. "Das ist sehr bitter für Nettetal", erklärte er. Die Stadt habe sich alle Mühe gegeben, das Umfeld auch für Hertie so verträglich wie möglich zu gestalten. Die Pläne zum neuen Einkaufszentrums gleich nebenan hätten der Niederlassung sicherlich wertvolle Impulse verliehen.
Möglicherweise wird Nettetal aber erspart, dass das Kaufhaus zur Ruine wird. Nach Angaben Wagners gibt es "sehr ernsthafte Interessenten als potenzielle Investoren" für das Gebäude. Die Stadt habe noch in diesem Jahr Kontakt mit Interessenten gehabt, die dort ein Warenhauskonzept umsetzen wollten. Ob solche Pläne umgesetzt werden, hängt vom ebenfalls insolventen Eigentümer der Hertie-Immobilien ab. An Dawney Days hohen Mietforderungen scheiterten Investoren, die die Hertie-Kette übernehmen wollten. FRAGE DES TAGES
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