Nettetal: Jörg Schneider leitet künftig Krankenhaus
zuletzt aktualisiert: 03.03.2009Nettetal (RPO). Der 42-jährige Jörg Schneider wird neuer Geschäftsführer des Nettetaler Krankenhauses sowie der GS-Gesundheits-Servicegesellschaft und der künftigen Nette-Vital GmbH. Der Aufsichtsrat des Krankenhauses entschied dies am vergangenen Freitag. Nach Angaben der Stadt übernimmt Schneider "zum nächstmöglichen Zeitpunkt" die Aufgaben des Geschäftsführers wahrnehmen.
Der Diplom-Wirtschaftsingenieur und Gesundheitsökonom ist verheiratet und hat eine Tochter. Schneider hatte sich in einem ausführlichen zweiten Bewerbungsverfahren gegen mehr als 60 andere Bewerber durchgesetzt. Drei Bewerber stellten sich persönlich der Findungskommission vor und hinterließen nach Angaben aus dem Rathaus "alle einen guten Eindruck". Die Kommission entschied sich nach den Vorstellungsgesprächen und einem intensivem Meinungsaustausch einstimmig für den bisherigen Verwaltungsleiter des Brüderkrankenhauses St. Josef in Paderborn.
Nette-Vital nun gründen
Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat einstimmig die Gründung der Nette-Vital GmbH zum 1. Juli beschlossen. Damit kann der Stadtrat in seiner kommenden Sitzung die notwendigen Beschlüsse fassen. Die Gesellschaft leitet eigenständig den Betrieb der neuen Physiotherapie im Krankenhaus. Die Aufsichtsratsvorsitzende Beatrix Eikelberg sowie die gegenwärtigen Geschäftsführer Bürgermeister Christian Wagner und Erster Beigeordneter Armin Schönfelder "sind sich mit dem Aufsichtsrat darüber einig, dass mit diesen beiden wegweisenden Entscheidungen das Nettetaler Krankenhaus gestärkt und zuversichtlich in die Zukunft blicken kann".
In Nettetal hofft man nun, sich mit Schneiders bisherigem Arbeitgeber darauf einigen zu können, dass er im Mai oder Juni bereits seinen Dienst in Nettetal aufnehmen kann.
Mit der Besetzung der Stelle hatte sich Nettetal Zeit gelassen, aber auch schwer getan. Der langjährige Verwaltungsleiter Herbert Wans war im Sommer 2007 aus Altersgründen in den Ruhestand gegangen. Sein Nachfolger Immo Lenz, der aus Niedersachsen an den Niederrhein kam, überstand die probezeit jedoch nicht. Das Krankenhaus und Lenz trennten sich nach nur einem halben Jahr Ende 2007.
Das Krankenhaus und die damit verbundenen Gesellschaften stehen vor deutlichen Umbrüchen im der Gesundheitswesen. Umso wichtiger ist es für die Stadt, nun einen Geschäftsführer zu verpflichten, der die Zukunft und Eigenständigkeit der Einrichtung sichert.
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