Nettetal: Jürgen Boyxens „Plädoyer der Zuversicht“
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 12.01.2009Nettetal (RPO). Jürgen Boyxen steckte beim Neujahrsempfang der CDU seiner Partei gestern ein schlichtes Ziel: „Wir wollen die absolute Mehrheit erhalten“, sagte er. In seiner mit viel Beifall aufgenommenen Rede vermied der Nettetaler Parteivorsitzende Durchhalteparolen und Pathos. Vielmehr hielt er ein „Plädoyer der Zuversicht“.
Verzagtheit angesichts der heraufziehenden Krise, deren Wirkung sicherlich der eine oder andere im Saal des Hinsbecker Hotels Josten bereits persönlich spüre, helfe nicht weiter. Boyxen bezog sich dabei auf verschiedene Gespräche, die er mit Kaufleuten in den vergangenen Wochen geführt habe. Die hätten durchweg alle gefordert: „Lasst uns unsere Geschäfte machen und macht uns nicht noch mehr Angst“.
So beschwor Boyxen die Aufbauleistungen vorangegangener Generationen, die in viel tieferen Krisen Mut geschöpft und mit harter Arbeit Aufbauarbeit geleistet hätten. Es bestehe Anlass, die Frage zu stellen: „In welchem Land leben wir eigentlich?“ – aber nicht mit dem Unterton der Anklage. Vielmehr müsse er die Menschen mit Zufriedenheit „und einem kleinen bisschen Stolz“ erfüllen. Dem CDU-Vorsitzenden bereitet Sorge, dass sich immer mehr Menschen aus dem öffentlichen Leben zurückziehen. „Wenn jeder sich auf die Verteidigung der eigenen Sphäre zurückzieht und derjenige verspottet wird, der sich unentgeltlich für die Allgemeinheit engagiert – ja, dann ist es wirklich schlimm“, stellte er fest. Wie anschließend Bürgermeister Christian Wagner, der mit der Familien- und Wirtschaftsförderung Eckpunkte seines Wahlprogramms nannte, zog Boyxen zufrieden Bilanz für 2008. Es sei gelungen, wichtige Akzente in der Jugend- und Bildungspolitik zu setzen. Nun müsse die Erziehungskompetenz der Eltern gestärkt werden. Dies sei der wesentliche Beitrag, um Exzesse wie Gewalt und Drogenmissbrauch zu vermeiden. Abschließend bemühte der CDU-Vorsitzende die Vorväter mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen: „Keine Experimente“, vielmehr „Erfahrung, Verlässlichkeit und Kompetenz“ müssten eingebracht werden.
Christian Wagner warnte davor, sich auf Lorbeeren auszuruhen. „Wir können nicht immer den überschwänglichen Dank der Bürger erwarten“, mahnte er.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum


