Nettetal: Kein Hertie-Nachfolger in Sicht
zuletzt aktualisiert: 06.06.2009Nettetal (RPO). Obwohl das Aus für Hertie beschlossene Sache ist, hat der Konzern noch keinem der 20 Mitarbeiter in der Nettetaler Filiale die Kündigung ausgesprochen. Allerdings wird die Arbeitsagentur in der kommenden Woche die Hertie-Beschäftigten beraten. Unter den Kaufhausmitarbeitern geht die Angst um, nach dem Ende von Hertie keine neue Anstellung zu finden. Das erfuhr Bürgermeister Christian Wagner, als er mit dem Betriebsrat sprach. Anlass war ein Zornesbrief der Belegschaft an die Stadt. Darin hatten die Hertie-Mitarbeiter dem Bürgermeister vorgeworfen, sich nicht für ihre Belange eingesetzt zu haben. Bei dem klärenden Gespräch habe sich herausgestellt, dass die Geschäftsführung viele Informationen über Gespräche mit der Stadt offensichtlich nicht an die Mitarbeiter weitergegeben habe, so Stadtpressesprecher Christoph Kamps.
Zwar habe die Stadt erneut Gespräche mit potenziellen Investoren, dem Insolvenzverwalter Biner Bähr und dem Hertie-Immobilienvermarkter Atisreal geführt. Die Frage, was nach Hertie kommt, ist in Lobberich aber immer noch offen. "Auch wenn der Standort im Lobbericher Ortskern sehr gut ist, ist angesichts der Wirtschaftskrise keine schnelle Nachfolgelösung in Sicht", sagte Bürgermeister Christian Wagner.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum


