Nettetal: Kein Platz für Ideologien
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 27.11.2008Nettetal (RPO). steht mitten im Wettbewerb mit anderen Städten um junge Menschen. Die Alten von heute sind ebenso schon da wie die Alten von Morgen. Nur eine umfassend intakte Kommune wird den Wettlauf um die Zukunft bestehen. Zu den Grundlagen gehören Kindertagesstätten und Schulen, ausreichende Freizeitangebote für die Jugend, eine attraktive Wohnumgebung für junge Familien sowie Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Die Stadt kann noch mächtig zulegen. Hoffentlich geht die Diskussion in die richtige Richtung. Denn die Feststellung der CDU-Fraktion, das gegliederte Schulsystem werde von Eltern weiterhin gewünscht, ist voreilig. Danach hat niemand gefragt. Und wenn, dann muss man erklären, wie es in anderen Ländern zugeht, damit Eltern vergleichen können. Der Blick in die Niederlande dürfte übereifrige Meinungsinterpreten ernüchtern: Dort funktionieren Schulen prächtig ohne Kommunal- und Provinzialpolitik. Sie autonom und bezahlen sich selbst. Der hier zu Lande oft übersteigerte Elternwille (ein Ausdruck von Flucht aus der gestalterischen Bildungsverantwortung) gilt dort wenig. Es zählt aber die objektive Leistung des einzelnen Schülers. Und die College-Lösung ist die Einheitsschule mit unterschiedlichen Schulformen. Frage: Wo stehen die Niederlande in den Pisa-Studien? Jedenfalls nicht hinten. Vielleicht auch, weil nicht jeder Politiker daran herumfingern kann und sein Expertentum daraus ableitet, selbst mal Schüler gewesen zu sein.
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