Nettetal: Keine Angst vor Strafe, wenn Markierung fehlt
zuletzt aktualisiert: 21.12.2010Nettetal (RPO). Wer in den gegenwärtigen Schneetagen mit dem Auto unterwegs ist, verliert mitunter die Orientierung: Wie soll man auf schneebedeckter Fahrbahn Markierungen erkennen?
Denn sie zeigen nicht nur als Mittelstreifen, wo es lang geht. Markierungen kennzeichnen auch Parkverbotszonen oder eben Möglichkeiten des Parkens. Unter dem Schnee verschwinden sie.
Zickzacklinien vor Einfahrten und Häusern, die ein Parkverbot anzeigen, sind nicht mehr zu sehen. Und auch die kürzlich erst neu in den Boden eingelassenen "P"s, wie an der unteren Hochstraße und der Markstraße in Lobberich, die wiederum die konkreten Flächen kennzeichnen, auf denen der Autofahrer sein Fahrzeug abstellen darf, hat der Schnee in dieses Tagen verschluckt.
Doch macht man sich nun strafbar, wenn man auf einer gezackten Halteverbotslinie parkt – ohne sie sehen zu können? "Nein", sagt David Lüngen, Pressesprecher der Stadt Nettetal. "Solange keine Ausfahrt blockiert wird und kein Hinweisschild aufgestellt ist, wird das Falschparken nicht geahndet. Der Autofahrer kann es in diesem Fall nicht wissen, da er den Hinweis nicht sehen kann."
Deshalb kommt in diesen Tagen die Debatte um farbige Bodenmarkierungen erneut auf. "Initiativen verschiedener Bundesländer haben bereits in vergangener Zeit für solch eine Einführung plädiert", berichtet Lüngen. "Doch die Bundländerverkehrskommission hat sich dagegen ausgesprochen. Denn gerade bei Schnee hilft es genauso wenig, ob die Markierung nun weiß oder bunt ist. Verkehrsschilder sind daher wesentlich sinnvoller."
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