Nettetal: Konstante in Welt der Zocker
zuletzt aktualisiert: 04.03.2009Nettetal (RPO). Die Raiffeisen-Warengenossenschaft Schwalm-Nette schrieb in 2008 gute Zahlen. Durch die Rückvergütung profitieren die Landwirte profitieren vom Erfolg. In vielen Sparten stiegen die Mengenumsätze zum Teil deutlich an.
"In einer Welt der Zocker gibt es zum Glück noch zwei Konstanten: Landwirtschaft und Raiffeisen Schwalm-Nette", stellte Geschäftsführer Bernd Wolfs in der Generalversammlung der Warengenossenschaft fest, als er das Jahr 2008 zusammenfasste. Zufriedenheit herrschte im Alten Braukeller in Schaag mit der Arbeit des Gemeinschaftsunternehmens. Es weist 181 678 Euro als Gewinn aus und stärktt die Rücklagen.
"Wir sind ein Unternehmen der Mitglieder", denen es sich verpflichtet fühle hatte Wolfs eingangs erklärt. Die Raiffeisen-Warengenossenschaft wolle in ihrem Geschäftsgebiet wachsen: "Sie sind der Schlüssel dazu." Das belegten die Zahlen für 2008: "Ohne Milchhandel konnten wir 22,6 Millionen Euro mit Ihnen umsetzen. Das ist eine Steigerung von 3,8 Millionen Euro oder 20 Prozent. Neben dem Effekt durch gestiegene Preise wurden auch Mengenzuwächse in vielen Sparten erzielt."
Weitere Zahlen
Mitglieder 445 Mitglieder (plus 14) zählt die Genossenschaft. An sie wird eine Warenrückvergütung von einem Prozent auf das Bezugsgeschäft ausgeschüttet. Das sind 108 000 Euro ohne Mehrwertsteuer.
Bilanzsumme Die Zahl stieg für 2008 auf auf 7,8 Millionen Euro.
Mengenumsatz Erstmals erreichte er 106 000 Tonnen.
Sehr viel investiert
Jeweils 17 Prozent des Gesamtumsatzes entfielen auf Futtermittel, Getreide und den Raiffeisen-Markt, zwischen 13 und sechs Prozent machten Kartoffeln, Düngemittel, Brennstoffe, Pflanzenschutz und Saatgut aus: "Wie Sie sehen können, sind wir breit aufgestellt", so Wolfs. Die Umsatzerlöse stiegen um 15 Prozent auf 28,5 Millionen Euro. Das Investitionsvolumen kletterte nach 128 000 Euro im Vorjahr auf 588 000. Neu gebaut wurde die Getreideannahme, erweitert das Getreidelager in Dülken und das Hochregallager in Börholz. Im Fuhrpark wurde ein Sattelauflieger für Schüttgüter ausgetauscht. Für 2009 sind Ersatzinvestitionen im Fuhrpark und bei der technischen Ausstattung geplant.
"Mitarbeiter sind das Kapital des Unternehmens", so Wolfs weiter. Die Warengenossenschaft liege mit einer Personalkostenquote von 55 Prozent vom Rohertrag besser als der Branchenschnitt. Die Kennzahl sei ohne Veränderungen der Mitarbeiterzahl noch verbessert worden.
"Die landwirtschaftlichen Betriebe haben im internationalen Vergleich nicht die größte Flächenausstattung, aber sie haben ein großes Know-how und gelernt, dass nur der Markt dauerhaft Ihre Arbeit entlohnt. Die Bäuerinnen und Bauern im Kreis Viersen geben der Landschaft Ihr Gesicht. Sie erzeugen gesunde und schmackhafte Nahrungsmittel und erhalten eine Natur- und Kulturlandschaft zum Wohle der Gesellschaft", sagte Wolfs zum Abschluss: "Gehen Sie selbstbewusst mit den neuen Marktmöglichkeiten um."
Bei den Wahlen wurde Heinz Nothofer als Vorstandsmitglied bestätigt. In den Aufsichtsrat wiedergewählt wurde Michael Heiden. Durch die Änderung des Genossenschaftsgesetzes wurde eine Anpassung der Satzung notwendig. Nach kurzer Diskussion wurde die neue Satzung einstimmig von der Generalversammlung angenommen.
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