Nettetal: Krankenhaus auf Erfolgskurs
VON ANGELIKA RITZKA - zuletzt aktualisiert: 27.06.2009Nettetal (RPO). Mehr Patienten, mehr Eingriffe, dazu ein ausgeglichenes Budget. 2008 war ein gutes Jahr für das Städtische Krankenhaus Nettetal. Auch für die Zukunft gilt: Das Hospital wächst weiter – zwei Bauprojekte sind in Planung.
Die neue Physiotherapie ist gerade fertig, da planen die Verantwortlichen am Städtischen Krankenhaus Nettetal die nächsten beiden Bauprojekte. Es gibt eine neue Cafeteria und das Krankenhaus stockt um eine Etage auf. "Höher werden wir aber nicht", sagte Pflegedienstleiter Norbert Peffer.
Mehr Platz fürs Personal
Es existiert bereits ein fünftes Stockwerk, das Patienten allerdings nicht zugänglich ist. In ihm sind bislang ausschließlich Technikräume untergebracht. Nun sollen noch Büros für Ärzte und Besprechungsräume hinzukommen. Sie werden über der Ambulanz für Gelenkchirurgie von Chefarzt Dr. Steinheisser errichtet. Auf 300 Quadratmetern und in Leichtbauweise. Im Krankenhaus herrsche ein enormer Raummangel für das Personal, so Peffer. "Die Mitarbeiter sitzen teilweise auf den Fluren, um ihre Arbeit zu erledigen." Das solle sich mit der Aufstockung ändern. Die frei werdenden Ärztezimmer der vierten Etage dienen künftig dem Sekretariat und der Administration. Das Vorhaben steht noch am Anfang. "Die Machbarkeit ist da", so Peffer. Jetzt gehe es um die Details. Nächstes Jahr ist Baubeginn.
Bauprojekte
Aufstockung Nach einer ersten Schätzung wird die Aufstockung 650 000 Euro kosten.
Cafeteria Den Rohbau finanziert das Städtische Krankenhaus Nettetal komplett über seine Rücklagen. Kosten insgesamt für die Cafeteria: 350 000 bis 400 000 Euro.
Dann wird die neue Cafeteria des Krankenhauses fast oder schon komplett fertig sein. Sie entsteht im Souterrain, im Bereich der früheren Physiotherapie. Die Cafeteria hat 50 Plätze und wird mit 280 Quadratmetern um 50 Quadratmeter größer als bisher. Sie erhält ein Glasdach und einen Wintergarten. Im Sommer können Patienten mit ihren Besuchern auch auf einer Terrasse sitzen. Um die Cafeteria zu bauen, verbreitert sich das Hospital in diesem Bereich um vier bis fünf Meter. "Wir sind in der Vorplanung", so Peffer. Der Bauantrag werde nach den Ferien eingereicht. Klappt alles, kann im Herbst begonnen werden.
"Kompliment an die Mitarbeiter"
Beide Projekte sind Ausdruck der guten wirtschaftlichen Lage des Krankenhauses. "Wir haben uns in 2008 außerordentlich entwickelt", sagte Geschäftsführer Christian Wagner. In 2008 behandelte das Krankenhaus mehr Patienten, besonders bei ambulanten Operationen, in der Chirurgie und in der Inneren Abteilung. Das sei umso bemerkenswerter, als der Posten des Geschäftsführers 2008 unbesetzt war. Bürgermeister Wagner übernahm kommissarisch. "Dass das Haus sich so gut weiterentwickelt hat – Kompliment an die Mitarbeiter", so Wagner.
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