Nettetal: Krankenhaus für die Zukunft gut gerüstet
VON ANGELIKA RITZKA - zuletzt aktualisiert: 23.09.2009Nettetal (RPO). 2008 war für das Städtische Krankenhaus Nettetal ein Erfolgsjahr. Nicht nur die Belegzahlen stimmten, sondern auch die Kasse: Der Jahresabschluss war ausgeglichen. Die Rücklagen fließen in den Neubau der Cafeteria. Aber nicht nur das: Am Krankenhaus wird dank des Konjunkturpakets II und über Fördermitteln des Landes auch modernisiert. Neue Geräte sollen her, die zum Teil alte ersetzen, zum Teil echte Neuanschaffungen sind. Profitieren wird hier beispielsweise die Endoskopie. Über eine halbe Million Euro wurden in Geräte investiert.
Ausgeglichen wirtschaften
So gut wie 2008 abschloss, ging es in diesem Jahr bislang weiter. Im ersten Halbjahr war das Krankenhaus gut ausgelastet. Auch bei der Belegsituation setzte sich der Trend fort. Allerdings seien auch die Kosten gestiegen. Trotzdem werde es das Hospital schaffen, auch 2009 ausgeglichen zu wirtschaften – und zwar aus eigener Kraft. Ein Spitzenergebnis wie 2008 werde aber nicht wiederholbar sein.
Schon kurze Zeit nach der Wiedereröffnung entpuppte sich die als Gesundheitszentrum neu gestaltete Physiotherapie als Renner. Damit zeichnet sich ab, dass die Anfang Juli gestartete Nette Vital GmbH ein Erfolg ist. Offensichtlich habe die Einschränkung, dass dort ausschließlich Menschen mit gesundheitlichen Problemen behandelt werden, den Zustrom noch vergrößert. Von einer kompletten Auslastung sei auszugehen. Das gelte für die Krankengymnastik. Auch der neue Geräteraum erfreue sich regen Zuspruchs.
Ausbauen wird das Krankenhaus den Bereich der Palliativmedizin. Aus dem Palliativteam wurde zum 1. August eine eigene Abteilung unter Leitung von Dr. Elsbeth Steinfort.
Zuversichtlicher Blick nach vorn
Auch der Blick in die Zukunft stimmt die Verantwortlichen zuversichtlich. Eine Standortanalyse habe ergaben, dass die Angebotspalette richtig ausgerichtet sei, damit das Krankenhaus auch in zehn Jahren im schärferen Wettbewerb weiter bestehe. Eine Weiterentwicklung sei trotzdem notwendig. Diese beispielsweise über eine Kooperationen mit anderen Krankenhäusern, aber auch noch stärker als bisher mit Ärzten vor Ort. Dabei gehe es dem Krankenhaus um ein partnerschaftliches Verhältnis. Es gehe nicht darum, niedergelassene Ärzte ins Krankenhaus zu ziehen. Dass ein Mediziner eine eigenständige Praxis in unmittelbarer Nähe unterhalten könnte, sei aber durchaus denkbar.
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