Nettetal: Krankenhaus: Strikte Hygiene-Regeln
VON KATHARINA SCHMÜLLING - zuletzt aktualisiert: 02.09.2010Nettetal (RPO). Seit dem Tod von drei Babys im Mainzer Uniklinikum aufgrund bakterienverseuchter Flüssignahrung wird das Thema Hygiene in ganz Deutschland wieder neu diskutiert. Das Krankenhaus Nettetal sieht sich bei der Hygienevorsorge "gut aufgestellt", wie Geschäftsführer Jörg Schneider sagt. Regelmäßig veranstaltet das Krankenhaus einen "Tag der Händehygiene".
"Außerdem halten wir uns akribisch an die Hygiene-Vorschriften des Robert-Koch-Instituts", so Schneider. Er glaubt, dass das Krankenhaus außerdem von der Nähe zu den Niederlanden profitiert. "Wir schauen nämlich selbstverständlich auch über den Tellerrand. Die Niederlande sind bekannt dafür, dass sie besonders strikte Hygienevorschriften haben, um unter anderem MRSA zu bekämpfen. Die Bakterien Staphylococcus aureus kommen besonders häufig in Krankenhäusern vor.
"MRSA ist ein zunehmendes Problem", sagt Jörg Schneider. Die Zahlen belegen das. Im Jahr 2008 gab es im Krankenhaus Nettetal 31 Fälle, im Jahr 2009 waren es bereits 38 Fälle. "Allerdings sind in der Mehrzahl der Fälle die Patienten bereits infiziert zu uns gekommen", sagt Pressesprecherin Kerstin Kleinschmidt.
Liegt ein Fall von MRSA vor, werden im Städtischen Krankenhaus umfangreiche Vorgaben umgesetzt: So wird der Patient unter anderem isoliert, Kontaktpersonen betreten das Zimmer nur mit Schutzkleidung´, die erkrankte Person verlässt es möglichst nicht mehr.
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