Nettetal: Künstler öffnen ihre Türen
VON ANGELA WILMS-ADRIANS - zuletzt aktualisiert: 10.11.2009Nettetal (RPO). Kunstfreunde dürfen sich auf das kommende Wochenende freuen: Dann erlauben zehn ortsansässige Künstler einen Blick in ihre Ateliers. Kölner Künstlerinnen zeigen ihre Arbeiten in der Galerie der Werner-Jager-Halle.
Die Kunstszene Nettetal ist höchst lebendig, und dass dem so ist, will sie auch in der 22. Runde eines komplexen Ausstellungsparcours' demonstrieren. An zehn Orten erlauben ansässige Künstlerinnen und Künstler am 14. und 15. sowie teilweise auch am 21. und 22. November Einblicke in ihre Ateliers oder in öffentlich genutzte Räume. Dank eines Stadtplans im begleitenden Programmheft können sich Interessenten den optimalen Weg zusammenstellen und über die Öffnungszeiten informieren.
Das Foyer in der Werner-Jaeger Halle in Lobberich überlassen die Nettetaler den ausstellenden Gästen, sieben Künstlerinnen der Kölner Sektion der "Gedok". Die dort stattfindende Eröffnungsfeier am Freitag, den 13.11. um 20 Uhr leitet das Kunstereignis ein. "Die hiesige Kunstszene soll nicht im eigenen Saft schmoren, sondern durch andere Künstler angereichert werden", begründet erster Beigeordnete Armin Schönfelder die Entscheidung einer Erweiterung.
Teilnehmer
Heinz Lanser, Bergstr. 21, Manfred mangold, Neustr. 88. Lobberich Marianna Kalkhof, An den Sportplätzen 5, Salvatore Minten, Heinrich-Haanen-Str. 5, Bettina Klos, Städt. Krankenhaus, Ursula Streich, Atelier am See, Sassenfelder Straße, Christine und Erhard Wingels, Ingenhovenweg 20. Leuth Barbara und Klaus Schmitz-Becker, Busch 8. Kaldenkirchen Marile Heinen, Venloer Str. 21. Breyell Petra Sturm, Stadtbücherei Nettetal.
Schönfelder weiß, dass die Jurierung der Kunstszene 2007 "bei manchen Narben hinterlassen" hat. Es wurde erneut unter den Bewerbungen eine Auswahl getroffen, dieses Mal durch Gunnar Krabbe von der Düsseldorfer Kunstakademie, den kommerziell unabhängigen Mönchengladbacher Galeristen Andreas Beumers und den Venloer Künstler Eric Toebosch. Unter den Bewerbern waren auch Künstler und Künstlerinnen erfolgreich, die beim letzten Mal eine Absage erhielten. Für den Beigeordneten ist deren erneutes Interesse ein Zeichen der Akzeptanz für ein Auswahlverfahren. Denn klares Ziel sei ein "Gütesiegel" der Veranstaltung. Von den Anregungen aus der Künstlerschaft hätten Stadt und NetteAgentur z.B. die Idee der Pressekonferenz aufgegriffen.
Was wo zu sehen ist
Der Künstler Salvatore Minten sieht jedenfalls das Miteinander "auf einem guten Weg" und beteiligt sich daher trotz seiner Verärgerung über die Durchführung der letzten Kunstszene. Minten öffnet sein Atelier, um den Entwicklungsprozess von der Malerei zum "finalen Ergebnis der Skulptur" zu zeigen. Marianna Kalkhof präsentiert etwa zeitgleich unter dem griechischen Namen "Ornis" Lichtkästen mit Druck und Malerei. Es deutete sich schon an, das Erhard Wingels nicht bei Fotos bleiben würde. Daher erscheint es folgerichtig, dass er eine erneute Veränderung in Richtung Skulptur vorstellt. Christine Wingels arbeitete zuletzt mit dem textilem Charakter nicht textiler Materialien und wird ebenso für Überraschungen gut sein. In der Reihe der Sommer-Symposien setzt das Künstlerehepaar Barbara und Klaus Schmitz-Becker mit kreativen Gästen auf die Herausforderung, das klassische Metier zu verlassen. Das Ergebnis eines solchen Sommers ist im Atelier Busch zu sehen. FRAGE DES TAGES
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