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Nettetal: Land unter in ganz Nettetal

VON ANGELIKA RITZKA - zuletzt aktualisiert: 09.10.2009

Nettetal (RPO). Voll erwischt hat Nettetal das großen Unwetter am Mittwochabend. Pro Stunde fielen 29 Liter Wasser pro Quadratmeter – Rekord in NRW. Feuerwehr und Bauhof waren vier Stunden im Dauereinsatz.

Gestern waren die Männer des Bauhofs mit Straßenreinigung beschäftigt. So wie hier in Tomp wurden die Schäden des Unwetters beseitigt.   Foto: RPO
Gestern waren die Männer des Bauhofs mit Straßenreinigung beschäftigt. So wie hier in Tomp wurden die Schäden des Unwetters beseitigt. Foto: RPO

Als das große Unwetter mit Blitz und Donner über Nettetal hereinbrach, standen die Helfer buchstäblich im Regen. Vier Stunden hatten sie am Mittwochabend alle Hände voll zu tun. Sie pumpten Keller und Häuser leer, kämpften gegen Wassermassen aus den Kanälen, die sogar Gullydeckel anhoben und begannen noch am Tag des großen Regens mit den Aufräumarbeiten. Die Männer säuberten Straßen von dem Dreck, den die Wassermassen hinterließen.

Üblich sind zwei bis sechs Liter

Was sie da nicht wussten: Sie erlebten das Unwetter, das an diesem Abend über Nordrhein-Westfalen hinwegfegte, von seiner nassesten Seite. Nirgendwo sonst im Land regnete es in diesen Stunden mehr als in Nettetal. Dieses Resümee zog gestern der Deutsche Wetterdienst in Offenbach. Pro Stunde fielen 29 Liter pro Quadratmeter. Üblich sind bei normalen Regengüssen zwei bis sechs Liter, so Meteorologe Josef Kantuzer. Glück im Unglück: Es gab zwar viele kleine Schäden, aber keine großen, sagten Feuerwehr und Stadt am Tag danach übereinstimmend. Auch Verletzte seien glücklicherweise nicht zu beklagen.

Info

Der Tag danach

Aufräumen Gestern waren zwölf Bauhofmitarbeiter in vier Kolonnen à drei Mann im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um die Unwetterschäden zu beheben.

Für die Freiwillige Feuerwehr Nettetal war es ein langer Abend mit 50 Einsätzen im gesamten Stadtgebiet. Die erste Meldung erreichte den Löschzug Hinsbeck gegen 20.30 Uhr, sagte Pressesprecher Dirk Heussen. Anschließend rückten die Wehrleute aus Breyell aus. Ab 21.30 Uhr ging es Schlag auf Schlag – die Feuerwehr musste so viele Einsätze fahren, dass sich bis 22 Uhr alle Löschzüge der Wehr Nettetal im Einsatz befanden.

Mitten in Hinsbeck hatte das Wasser an der Kreuzung Grefrather Straße/Markt die Gullydeckel hochgedrückt. So war's auch in Wevelinghoven am Schönkes Krüz und in Lobberich an der Mühlenstraße. Überschwemmt waren Niedickstraße/Landstraße am Ortsausgang Lobberich, die Straße in Baerlo und im Schmaxbruch in Bieth. Wasserschäden gab's in der Hauptschule Kaldenkirchen, in den katholischen Grundschulen in Schaag und Breyell, im Werner-Jaeger-Gymnasium und im Rathaus. In der katholischen Grundschule Kaldenkirchen schlug der Blitz ein. Jetzt sind die elektronische Rufanlage und einige Lichtstrahler kaputt. Einen Dachschaden hat seit dem Regen die katholische Grundschule Hinsbeck. Hier muss eine Firma reparieren.

Welchen Teil des Stadtgebietes es am schlimmsten traf, konnte Heussen nicht sagen. Gegen Mitternacht war die Arbeit der Feuerwehr beendet. Zwei Männer vom Bauhofbereitschaftsdienst sowie Ronald van Zanten, Geschäftsbereichsleiter Tiefbau, waren drei Stunden im Einsatz. Das Aufräumen dauerte gestern noch an. FRAGE DES TAGES

Quelle: RP

 
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