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Nettetal: Markt bekommt Profil

VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 16.07.2009

Nettetal (RPO). Die Bauarbeiten zur Neugestaltung des alten Lobbericher Marktes gehen zügig voran, auch

wenn dort reihenweise Brunnen gefunden werden. Für Autos bleibt künftig auch noch etwas Platz.
Die Arbeiten am Markt gehen voran. Fast täglich ändert sich das Bild.   Foto: RPO
Die Arbeiten am Markt gehen voran. Fast täglich ändert sich das Bild. Foto: RPO

Allmählich können sich die Bürger ein Bild vom neuen Lobbericher Markt machen. Auf den Fundamenten des historischen Platzes vor dem früheren Rathaus entsteht ein ganz neuer Platz. Die Stadt dreht damit eine Entwicklung aus der Zeit der "autofreundlichen" Stadt zurück. Das Auto wird nicht vollständig verbannt, blockiert aber nicht mehr die gesamte Fläche. Und die Bushaltestelle, die so zerklüftet angelegt war, dass sie bestenfalls als Stolperfalle taugte, verschwindet auch.

Barrierefreie Fläche

"Wir haben uns eine Menge gedanken um die Materialien gemacht, die jetzt verlegt werden", erläutert die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche. Wichtig ist ihr, dass die Fläche so eben angelegt wird, dass sie barrierefrei ist. Die gesamte Platzstruktur mit der künftigen Fahrbahn ist ein Kompromiss. Ursprüngliche Pläne, Autos weitgehend wegzuhalten, wurden "mit Rücksicht auf die Rahmenbedingungen für den örtlichen Einzelhandel" erheblich abgemildert.

Info

Über Geld geredet

Geschenk Maßgeblichen Anteil an der Umgestaltung des Marktes in Lobberich hat der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV). Er spendiert der Stadt ein zinsloses Darlehen über eine hohe fünfstellige Summe. Er stiftet außerdem die Skulptur des "Wenkbüel", die demnächst hier aufgestellt wird.

Förderung Gefördert wird die Umgestaltung außerdem mit Mitteln des Landes aus der Städtebauförderung.

Dass der Platz einst das Zentrum des Dörfchens Lobberichs war, erleben die Bauarbeiter. Drei Brunnenschächte wurden bei den Arbeiten entdeckt. Zumindest einer wurde erst vor wenigen Jahrzehnten durch eine Platte abgedeckt – vermutlich um zu verhindern, dass jemand damit mehr anfangen wollte. Zwei Brunnen werden die Bürger künftig sehen. Einer liegt in der Schnittstelle von Marktstraße und Markt etwa in Höhe des Verbindungsweges zur Alten Kirchen und zum Ingenhovenpark. Er wird voraussichtlich mit einer Glasplatte abgedeckt und von innen angestrahlt. Der zweite Brunnen liegt mehr in Richtung Süchtelner Straße im Markt. Der Brunnen wird als Gestaltungselement aufgemauert. Stadtwerke und Werbering Lobberich wollen die Kosten übernehmen. Historischen Wert haben die weitgehend intakten Zapfstellen nicht. Die Bodendenkmalpflege winkte ab: Diese Brunnen gebe es im Rheinland zuhauf. Viel umsichtiger wird mit einem arg heruntergekommenen denkmalgeschützten Gebäude an der Marktstraße umgegangen. Es wurde abgedeckt, um zu verhindern, dass lose Ziegel oder Steine durch die Erschütterungen herunterfallen. Mit dem Baufortschritt ist die Dezernentin sehr zufrieden. "Die Baustelle ist für alle Beteiligten sehr anstrengend. Es kommen viele Faktoren zusammen, und wenn Überraschungen wie Brunnen zutage treten, muss die Logistik neu entwickelt werden", so Fritzsche. "Da braucht man zuverlässige und gute Firmen. Die haben wir für die Umgestaltung der Lobbericher Innenstadt beauftragt." FRAGE DES TAGES

Quelle: RP

 
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