Nettetal: Minister auf Nettetal-Tour
VON ANGELIKA RITZKA - zuletzt aktualisiert: 24.07.2009Nettetal (RPO). NRW-Verkehrs- und Bauminister Lutz Lienenkämper ist gestern auf Exkursion durch die Seenstadt gegangen: Erst schaute er sich die Lobbericher City an, dann war er bei der Eröffnung der Studentenwohnungen in Kaldenkirchen.
Der Minister ist beeindruckt. Ausgiebig schaut er sich die fast bezugsfertigen Studentenwohnungen an der Kaldenkirchener Ringstraße an. "Hier zeigt sich, wie sich die Ansprüche an Wohnen in NRW geändert haben", sagt Lutz Lienenkämper. Er steht in einer der 14 Wohnungen. Mit ihm staunen zur offiziellen Inbetriebnahme fraktionsübergreifend Kommunalpolitiker, der niederländische Generalkonsul Robert de Leeuw und weitere Gäste über das, was die Baugesellschaft Nettetal hier in einem Mehrfamilienhaus für Studenten der Fontys Hogeschool Venlo errichtet hat: helle Zimmer mit vielen Fenstern, großzügige Bäder. Insgesamt wirken die Wohnungen edel und wertig. Details wie Marmorfensterbänke tun dazu das ihre. "Das hier ist etwas, was am Niederrhein Schule machen kann", sagt Lienenkämper.
Das Studentenhaus
2007 Baugesellschaft Nettetal beschließt, künftig auch Studentenwohnungen zu bauen
2008 Erster Spatenstich vor einem Jahr
Das Haus 14 Wohnungen. Zehn Apartments (36 qm), vier Zweizimmer-Wohnungen (60 qm)
Grundmiete 4,45 Euro/qm
Baukosten 1,4 Millionen Euro, davon 700 000 Euro vom Land
Barrierefrei gebaut
In einer Woche ziehen die Studenten ein. Ein- bis Zweizimmerwohnungen erwarten sie. Alle haben Laminatböden und einen Balkon. In manchen gibt es eine offene Küche, in anderen ist sie abgetrennt. Die 14 Wohnungen auf drei Geschossen sind alle barrierefrei angelegt. Das hat seinen Grund: In ferner Zukunft, wenn die Studenten den Wohnraum nicht mehr benötigen, sollen hier Senioren einziehen. Und die brauchen Wohnungen, in denen es keine Stolperfallen gibt und deren Türen und Flure so breit sind, dass sie mit Rollstuhl oder Rollator zu durchqueren sind. Aus diesem Grund hat das Haus auch einen Aufzug. Dieses Konzept der Nutzung ist innovativ, betonen Dr. Marcus Optendrenk, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Baugesellschaft Nettetal, und Vorstand Susanne Fritzsche. Zum einen, weil dies das erste Objekt ist, dass die Baugesellschaft für Studenten errichtet hat – und dabei gleich weiter in die Zukunft gedacht hat. Zum anderen, weil es grenzübergreifend mit der niederländischen Hochschule erarbeitet wurde. "Dieser Anlass ist ein besonderer", so Optendrenk. "Wir haben in Wissenschaft und grenzübergreifendes Wohnen investiert." Weil immer mehr Studenten die Fontys Hochschule besuchen, steige die Nachfrage nach günstigem Wohnraum für Studenten stetig, so Susanne Fritzsche. Diesen Markt will die Baugesellschaft Nettetal bedienen. Das Haus an der Ringstraße soll nicht das einzige bleiben, so Optendrenk. "Wir wollen das Projekt mit der Fontys Hochschule fortsetzen."
Bürgermeister Christian Wagner sieht in dem neuen Betätigungsfeld der Baugesellschaft ein gelungenes Beispiel, worin die Zukunft für Nettetal besteht: "Brückenfunktion zwischen dem Niederrhein und den Niederlanden zu sein." "Für Nettetal ist ein enger Schulterschluss mit Fontys von besonderer Bedeutung", so Wagner.
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