Nettetal: Nächste Stufe in Lobberich
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 29.12.2010Nettetal (RPO). Die Stadt beginnt mit der Sanierung der Fußgängerzone. Die obere Hochstraße ist im Jahr 2011 an der Reihe. Die von-Bocholtz-Straße wird im Jahr darauf folgen. Im Januar gibt es dazu Abstimmungsgespräche mit den Anliegern.
Die nächste Baustelle kommt bestimmt. Die Stadt beginnt mit der Sanierung der Fußgängerzone. Den Anfang macht im kommenden Jahr die obere Hochstraße. 2012 wird es in der von-Bocholtz-Straße weitergehen. Parallel dazu wird die Wegeverbindung vom neuen Einkaufszentrum über das Gelände der Bongartzstiftung in Richtung Innenstadt angelegt.
Die Stadt Nettetal hat im vergangenen Jahr die erste Stufe der innerstädtischen Sanierungsarbeiten für Lobberich abgeschlossen. Erst stellte sie den Markt vor dem früheren Rathaus wieder her. Dann wurden die Markt- und die untere Hochstraße umgestaltet. Alle Ver- und Entsorgungsleitungen sind erneuert, ebenso die Hausanschlüsse. Auf der Straßenebene ist ein Niveau geschaffen worden: Es gibt keine Hochborde und Stufen mehr, Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger sind auf einer Ebene unterwegs.
Abschnitt Hochstraße
Die Baustelle an der Hochstraße war sechs Wochen früher als geplant fertigt. Als Grund sah die Stadt die gute Zusammenarbeit der Verwaltung mit Nettebetrie, Stadtwerken und Unternehmen.
Mit der Sanierung sollte der Straßenzug attraktiver werden. Gleichzeitig hatten Kanalprüfungen Schäden bis in die Hausanschlüsse deutlich gemacht.
Umsatzeinbußen
Das hat die Geschäftsleute einiges an Umsatz gekostet. Aber im sonst oft recht ungeduldigen bis unduldsamen Lobberich blieb es ruhig. Die Erkenntnis, dass alles nur besser werden konnte, hatten alle Geschäftsleute und auch die Bürger. Und darauf hofft die Technische Dezernentin Susanne Fritzsche nun auch in der Fußgängerzone. "Es wird für die Geschäftsleute während der Bauphase ganz bestimmt eine Durststrecke geben. Unannehmlichkeiten können wir niemandem ersparen. Aber wir werden auch hier schrittweise vorgehen und ein Gesamtbauwerk vermeiden", erklärte sie.
Im Januar führt der Fachbereich Planung Abstimmungsgespräche mit den Anliegern. Die Stadt legt Wert darauf, dass alle Betroffenen rechtzeitig informiert sind und ihre Anregungen einbringen können. Zwischendurch wird immer wieder der Kontakt gesucht, um eventuelle Beschwerden über Belastungen frühzeitig abfangen zu können.
Wie in den anderen Straßen wird ein "Kunstrasen" an den Stellen verlegt, an denen die Straße aufgerissen ist. Das mindert die Schmutzentwicklung und hat sich auch bereits rein optisch bewährt. Im Frühjahr beginnen die Arbeiten am Kanal und an den Versorgungsleitungen. Ab Juni soll dann die Herstellung der Straße folgen.
Im Jahr 2012 wird die von-Bocholtz-Straße hergerichtet. Die Arbeiten enden vor dem früheren Hertie-Kaufhaus, dessen Schicksal ungewisser denn je ist. Der Brunnen vor dem Kino wird dann im Einvernehmen mit dem Künstler und dem Verkehrs- und Verschönerungsverein umgestaltet.
Fragen nach der finanziellen Belastung der Anlieger kann Susanne Fritzsche noch nicht beantworten. Dazu müssen die Ausschreibungsergebnisse vorliegen.
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