Nettetal: Nettetaler Gemeinden wachsen zusammen
VON ANDREAS GRÖHBÜHL - zuletzt aktualisiert: 28.01.2009Nettetal (RPO). Nettetal blickt nach Aachen. Zum 1. Januar 2010 sollen die sieben Nettetaler Pfarrgemeinden, die bereits zur Gemeinschaft der Gemeinden zusammengeschlossen sind, auch einen Kirchengemeindeverband bilden, noch weiter zusammenwachsen. Das hat Auswirkungen auf Personal, Einrichtungen und Finanzierung der Gemeinden. Vergangene Woche traf sich das Generalvikariat zum ersten Mal mit den Kirchenvorständen und Pastoren.
Rechtliche Einheit schaffen
2005 hatten sich die Nettetaler Pfarrgemeinden bereits einverstanden erklärt, eine Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) zu bilden. Aber damit die GdG handlungsfähig ist, müssen die Gemeinden auch rechtlich eine Einheit werden – als Kirchengemeindeverband (KGV). Dieser stellt dann das Personal, von Küster bis Kirchenmusiker, für die Gemeinden ein. Und vermutlich wird er auch für die Kindergärten, Pfarrheime und auch die Seniorentreffs zuständig sein. Doch das steht noch nicht fest. Deshalb ist Pastor Günter Puts, Leiter der Nettetaler GdG, auch sehr vorsichtig mit seinen Äußerungen. "Es liegen noch keine konkreten Zahlen vor", sagt er. Als KGV wird die Gemeinschaft der Nettetaler Gemeinden auf die gemeinsamen Ressourcen schauen. "Wenn das Budget feststeht, werden wir sehen, was klug ist und was nicht", sagt Pastor Puts.
Nicht zwangsläufig sparen
Die Bildung der KGV ist nicht zwangsläufig mit Sparmaßnahmen verbunden. Die Finanzierung der Gemeinden von Aachen aus soll zwar neu geregelt werden. "Aber die Gemeinden sollen damit nicht schlechter dastehen", sagt Franz Kretschmann vom Bistum Aachen. Gleichwohl müssten KGVs generell die Einrichtungen in einer gemeinsam Bilanz betrachten.
Soweit sind die Nettetaler aber noch nicht. Erst einmal folgen weitere Treffen mit dem Aachener Generalvikariat. Bis zum 30. Juni sollen sich die Pfarrgemeinden zur Bildung eines Kirchengemeindeverbandes offiziell bereit erklären.
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