Nettetal: Neuer Anlauf für den Bauhof
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 03.09.2009Nettetal (RPO). Bis Ende 2010 will der Nettebetrieb die innere Struktur und das Anforderungsprofil erarbeitet haben. Dann wird festgelegt, wo der Bauhof im Stadtgebiet einen Neubau erhält. Das heutige Gebäude wird abgerissen.
Bis Ende des Jahres 2010 will die Stadt über die innere Struktur und die Anforderungen an den Bauhof befinden. Möglicherweise kann dann auch entschieden werden, wo er demnächst untergebracht wird. Dies bestätigte gestern die Technische Dezernentin Susanne Fritzsche gegenüber der RP.
Zurzeit ist der städtische Bauhof unter erbärmlichen Bedingungen an der Breyeller Straße am Lobbericher Ortseingang untergebracht. Seit Jahren bereits wird diskutiert, wie sich das ändern ließe. Sämtliche Überlegungen scheiterten bisher am fehlenden Geld. Der Nettebetrieb hat 50 000 Euro für die Planung im Wirtschaftsplan 2010 bereitgestellt. "Es soll etwas ordentliches gemacht werden", erklärte Frau Fritzsche.
Künftig Gewerbefläche?
Sicher ist, dass das ehemalige Fabrikgebäude, in dem sich der Bauhof und das Streetwork-Büro befinden, demnächst abgerissen werden. Denkbar wäre der Neubau des Bauhofs an dieser Stelle. Entscheidet sich die Stadt für einen anderen Standort, würde der Bereich als Gewerbegebiet ausgewiesen. Für Wohnungsbau sehen Experten keine Chance angesichts der industriellen Vorgeschichte hier. Eine Bodensanierung würde den Preis in astronomische Höhen treiben.
Auf jeden Fall soll der heute schäbige Ortseingang ausgerechnet zwischen Nettebruch und Windmühlenbruch besser gestaltet werden. "Es käme eine mehrgeschossige Bebauung auch für einen Bauhof in Frage. Verwaltung, sanitäre Einrichtungen und Werkstätten müssten untergebracht werden. Das ließe sich ordentlich gestalten", meint die Beigeordnete.
Der Nettebetrieb wird aber erst einmal schrittweise vorgehen und sich mit der inneren Struktur des Bauhofs befassen. Demnächst kommen die Bereiche Abwasser und Hochbau hinzu. Es folgt das Anforderungsprofil für einen zentralen städtischen Bauhof, ehe über seinen Standort beraten werden kann. "Zu berücksichtigen sind dann beispielsweise logistische Anforderungen", erläuterte Frau Fritzsche. Neben dem heutigen Standort war immer auch schon über die Ansiedlung in Breyell oder Kaldenkirchen nachgedacht worden. "Ein Lkw ist schnell in der ganzen Stadt unterwegs, ein Bagger aber nicht. Darüber muss nachgedacht werden", so die Dezernentin.
Interkommunale Zusammenarbeit
Neben Größe, Konzeption und Standort bieten sich auch ganz andere Erwägungen an. So wird man beispielsweise auch eine interkommunale Zusammenarbeit untersuchen, um Synergien zu schaffen. Dafür gibt es bereits einige Beispiele. FRAGE DES TAGES
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