Nettetal: Neuer Kindergarten geplant
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 28.03.2009Nettetal (RPO). Die Bongartzstiftung verabschiedet sich von ihrem Standort im Zentrum Lobberichs. An der Mühlenstraße wird eine Kindertagesstätte gebaut. Damit ist der Weg frei für Pläne zur weiteren Umgestaltung der Innenstadt.
Der Kindergarten Bongartzstiftung wird die Innenstadt von Lobberich verlassen und einen Neubau an der Ecke Caudebec-Ring /Mühlenstraße erhalten. Entwürfe der Lobbericher Architektin Stefani Kremer fanden im Verwaltungsrat der Stiftung Zustimmung. Der Planungsausschuss beschloss nur einen Tag später, den Bebauungsplan dazu aufzustellen.
Der Kindergarten befindet sich in dem mehrgeschossigen Gebäude an der von-Bocholtz-Straße, das möglicherweise abgebrochen wird. Das favorisiert die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche. "Das Gebäude ist energetisch in einem sehr schlechten Zustand", sagt sie. Die Stadt möchte das Gelände der Stiftung in die Umgestaltung der südlichen Innenstadt einbinden. Vom neuen Einkaufszentrum auf dem Hölter-Areal her soll ein Weg quer durch das Stiftungsgelände zur von-Bocholtz-Straße führen. Flankierend könnten neue Gebäude mit barrierefreien Wohnungen und Geschäften im Erdgeschoss errichtet werden. Die Bäume sollen weitgehend erhalten bleiben, möglicherweise entsteht ein kleiner grüner Platz auf halbem Weg.
So geht es weiter
Auftrag Die Verwaltung muss jetzt die Kosten berechnen und dem Verwaltungsrat der Bongartzstiftung einen Finanzierungsvorschlag unterbreiten.
Vermarktung Der Verwaltungsrat unterstützt Bestrebungen, die Fläche zu vermarkten.
Termin Am 4. Mai wird der Verwaltungsrat erneut zusammentreten. Dann soll ein Gesamtkonzept vorliegen (mit Kleiderkammer).
Im Verwaltungsrat der Bongartzstiftung gab es unlängst Aufregung, weil die Caritas-Kleiderkammer unter diesen Umständen verschwände. Die rückwärtigen Gebäude sollen nämlich ebenfalls abgebrochen werden. Nur das denkmalgeschützte Haupthaus (früher Standesamt, heute Arbeiterwohlfahrt) an der Hochstraße bliebe stehen. "Natürlich werden wir dafür sorgen, dass die Kleiderkammer andere und ebenfalls geeignete Räume erhält", verspricht die Technische Beigeordnete.
Der Kindergarten an der Mühlenstraße wird von derzeit zwei auf vier Gruppen aufgestockt. Stefani Kremer richtet den eingeschossigen Bau mit den nebeneinander liegenden Gruppen nach Süden aus. Die Funktionsräume (Büros, Besprechungszimmer) werden zur Straße hin nach Norden angeordnet. Es wird ausreichend Parkplätze geben, ohne dass der hinter dem künftigen Kindergarten liegende Bolz- und Spielplatz (hier lagert der Bauhof Material) verkleinert werden.
Jede Gruppe erhält drei Räume und eigene sanitäre Einrichtungen. Im Kindergarten werden Kinder unter drei Jahren betreut werden. Er erhält natürlich auch einen größeren Mehrzweckraum. Da die Architektin die neuen Richtlinien für Kindergartenbau einarbeiten musste, betrat sie Neuland. Es gebe derzeit dafür kein Vorbild, bemerkte Susanne Fritzsche und fügte an: "Da ist in den vergangenen vier Wochen Beachtliches geleistet worden". FRAGE DES TAGES
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