Nettetal: Nur geringe Spuren Uran im Wasser
zuletzt aktualisiert: 14.08.2008Nettetal (RPO). Die Bürger in Nettetal müssen sich keine Sorgen um die Qualität ihres Trinkwassers machen. Das erklärt der Geschäftsführer der Stadtwerke, Norbert Dieling. Er reagiert auf Medienberichte, nach denen im Trinkwasser anderer Orte eine erhöhte Konzentration von Uran festgestellt worden.
„Wir haben das Grundwasservorkommen unserer drei Wasserwerke bereits Ende 2005 von einem renommierten Labor in Mühlheim an der Ruhr prüfen lassen. Es hat festgestellt, dass praktisch kein Uran im Grundwasser vorhanden ist“, berichtet Dieling. Die Stadtwerke fördern Grundwasser in den Wasserwerken in Kaldenkirchen, Breyell und Lobberich und bereiten es dort als Trinkwasser auf. Die Ergebnisse der Wasserwerke in Kaldenkirchen und Lobberich blieben unter 0,1 Mikrogramm pro Liter und damit unter der Nachweisgrenze lagen. In Breyell wurden 0,2 Mikrogramm pro Liter gemessen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt einen Leitwert von 15 Mikrogramm als „gesundheitlich lebenslang duldbar“ vor. Das deutsche Umweltbundesamt empfiehlt mit 10 Mikrogramm einen niedrigeren Wert. Ab zwei Mikrogramm sollten die Wasserversorger ihre Kunden warnen, damit Säuglinge und Kleinkinder kein uranhaltiges Leitungswasser trinken. Die Nettetaler Messwerte liegen damit weit unter den Grenzwerten. Sie sind auf die normalen Uranvorkommen in der Umwelt zurückzuführen, erklären die Stadtwerke. Trinkwasser zählt zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln in Deutschland. Obwohl eine Messung des Schwermetalls Uran im Trinkwasser derzeit nicht vorgeschrieben ist, führte die Stadtwerke Nettetal GmbH schon weit vor entsprechenden Medienberichten freiwillig diese Untersuchungen durch.
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