Nettetal: Ortstermin im früheren Niedieck-Gelände
zuletzt aktualisiert: 19.10.2010Nettetal (RPO). Vertreter der Stadt Nettetal, der Kreisverwaltung Viersen sowie des Insolvenzverwalters und des Immobilienunternehmens Ten Brinke werden am Donnerstag auf dem Firmengelände Niedieck Sicherheitsfragen beraten. Dies berichtete gestern auf Anfrage der RP, die Stadtverwaltung. Nach der Großveranstaltung "WDR 2 für eine Stadt" am 4. September war das Gelände mehrere Wochen lang nicht abgesperrt worden. Im Inneren der früheren Niedieck-Gebäude wurden daraufhin Chemikalien entdeckt, Büro- und Produktionsräume waren frei zugänglich.
Erst nach einem Bericht der Rheinischen Post ließ die Stadt den für die Großveranstaltung geöffneten Zugang schließen. Es wurde in diesem Zusammenhang aber auch deutlich, dass die frühere Textilfabrik wohl häufiger nächtlichen Besuch hatte und dass sich wohl auch Jugendliche einen Treffpunkt eingerichtet hatten.
Die Gefährlichkeit der auf dem stillgelegten Betriebsgelände entdeckten Chemikalien war nicht vollständig einzuordnen. Es gab allerdings auch Kanister mit unmissverständlicher Warnung: Auf ihnen prangte ein Totenkopf. Die Stadt erklärte seinerzeit dazu, dass die Verantwortlichkeit beim Insolvenzverwalter liege. Sie beobachte, was sich auf dem früheren Werkgelände nun ergebe.
Am Donnerstag ziehen die Behörden und beteiligten Firmen eine erste Bilanz. Es soll auch ermittelt werden, ob weiterhin noch etwas getan werden muss, um mögliche Gefahren zu bannen, die von hier ausgehen könnten.
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