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Nettetal: Packstation an der Post

VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 01.07.2009

Nettetal (RPO). Ein gelber Schrank steht vor der Postfiliale in Lobberich. Dort können Pakete und Päckchen mit Hilfe einer speziellen Karte abgeholt werden. Jeder Bürger kann unabhängig davon zu jeder Zeit dort eine Sendung aufgeben.

Post-Pressesprecher Achim Gahr zeigt an der Packstation der Post in Lobberich, wie das mit dem Versenden geht.   Foto: RPO
Post-Pressesprecher Achim Gahr zeigt an der Packstation der Post in Lobberich, wie das mit dem Versenden geht. Foto: RPO

Die ältere Passantin wollte es ganz genau wissen: Was ist das für ein großer gelber Schrank vor der Post an der von-Bocholtz-Straße, und was kann man damit machen? Axel Gahr Leiter der Pressestelle der Deutschen Post DHL in Düsseldorf, half spontan gerne weiter. Denn auch in Nettetal gibt es jetzt eine Packstation.

Das Ende der Niederlassungen

Damit setzt die Post ihre Strategie fort, Dienstleistungen zu automatisieren und sich langsam von eigenen Niederlassungen zu trennen. "Bis Ende 2011 wird die Deutsche Post die Niederlassung hier aufgeben und statt dessen eine Partnerfiliale einrichten", erklärte Gahr gestern.

Info

Ein Unikat

Standort Vorerst wird es nur in Lobberich eine Packstation geben. Die Deutsche Post DHL will ihr Netz langsam in der Fläche verdichten.

Kunden Bisher gibt es bundesweit etwa 1000 Packstationen mit 1,1 Millionen Kunden. Geplant sind 2500. Nach Angaben des Unternehmen stieg seit Inbetriebnahme der Packstationen die Versendungsleistung an.

Die Packstation wird all jenen Kunden entgegen kommen, die häufiger Pakete und Päckchen erhalten – beispielsweise eifrige Besteller im Versandhandel, ob per Internet oder auf anderem Weg. Das gilt umgekehrt auch für jeden, der mit DHL ein Paket oder Päckchen verschicken will – alles lässt sich automatisch regeln. Um den Kunden an den Automaten zu locken, hat das Unternehmen die Versandkosten in allen Kategorien um jeweils einen Euro gegenüber dem Versand vom Postschalter aus gesenkt. Wer die Packstation für sich nutzen will, meldet sich im Internet (www-packstation.de) an. Im Gegenzug gibt es eine Kundenkarten und eine persönliche PIN. "Der Kunde hat damit eine zweite Adresse: seine eigene und die der Packstation", erklärt Gahr. Wer ein Buch, Schallplatten oder eine Kiste Wein bestellt, entscheidet, wo sie abgeliefert werden soll. Geht die Sendung an die Packstation, wird er per SMS oder E-Mail benachrichtigt, sobald der Paketbote sie dort deponiert hat. Der Empfänger kann nun rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche sein Paket selbst abholen. Die Packstation hat einen ähnlichen Aufbau wie ein Geldautomat: Kundenkarten einschieben, PIN eingeben, und es öffnet sich das Fach, in dem sein Paket deponiert ist.

Abgelegt und unterwegs

Man muss kein Kunde sein, um ein Paket selbst zu verschicken. Über das Display mit Touchscreen kann man die Paketmarke ziehen und per EC- oder Geldkarte am Automaten die Gebühr bezahlen. Die erhaltene Paketnummer wird vom Kunden eingescannt. Die Sendung ist dann, wenn sie im Schrankfach abgelegt ist, im Versand von DHL unterwegs.

Gahr ist überzeugt, dass Kunden den Service dann gerne nutzen, wenn sie beispielsweise tagsüber selten zu Hause erreichbar sind. "Die Zustellung auf den letzten fünfhundert Metern ist oft kompliziert und verzögert sich. Mit der Packstation überbrücken wir diesen Weg besser", meint Gahr. Ein weiterer Clou: Man kann sich Pakete oder Päckchen zu jeder der 2500 Packstationen schicken lassen, die es gibt. Wer beruflich viel unterwegs ist und wichtige Sendungen erwartet, wird dies zu schätzen wissen. FRAGE DES TAGES

Quelle: RP

 
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