Nettetal: Pfadis feiern den Georgstag
VON PHILIPP PETERS - zuletzt aktualisiert: 26.04.2010Nettetal (RPO). Auf Mörderjagd im Pfarrgarten des Convent gingen die Jungpfadfinder (Juffis) des Bezirks Grenzland. Das 40-jährige Bestehen des DPSG-Bezirks spielte dabei aber nur eine Nebenrolle.
Schon am Samstag hatten sich Pfadfinder der Rover- und Pfadfinderstufe am Convent getroffen und das Nötige aufgebaut. "Wir waren mit etwa 40 bis 50 Leuten und haben noch gegrillt und dann gezeltet" berichtet Holger Strucken vom Stamm Breyell. Gemeinsam mit dem Stamm aus Kaldenkirchen hatten die beiden Nettetaler Stämme den Georgstag im Jahr des 40-jährigen Bestehens der Stadt Nettetal in eben diese geholt.
"Die Planung des Programms hat diesmal der Bezirk übernommen" erklärt Strucken bei strahlendem Sonnenschein, während er mit Andre Blanken vom Stamm aus Kaldenkirchen darauf wartet, die Pfadfinder zum Mittagessen zu rufen. "Fast alle Stämme sind gekommen, es fehlen nur drei" berichtet Strucken. Das 40-Jährige aber spielt beim Georgstag keine große Rolle, dafür steht im September das große Bezirkslager an.
Der DPSG-Bezirk
Bezirk Der Bezirk Grenzland erstreckt sich von Nettetal über Grefrath bis Kempen und Viersen nach Schiefbahn. Er ist Teil des Diözesanverbandes Aachen der Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG)
Georgstag Der Tag dient vor allem dazu, Pfadfinder der benachbarten Stämme zu treffen und Gemeinsames zu erleben.
Während die Wölflinge an der katholischen Grundschule eine Olympiade machen, betreiben die Pfadfinder das sogenannte Geocaching, bei dem sie über Koordinaten und GPS-Daten verschiedene Sehenswürdigkeiten in Kaldenkirchen ablaufen. Die Rover begnügen sich mit einem Chaosspiel. Die Jungpfadfinder indes suchen den Mörder des wohl bekanntesten Pfadfinders des Bezirks: "Grenzwächter Antonius" war in der Nacht das Leben genommen worden. Nach dem Vorbild des Gesellschaftsspiel "Cluedo" müssen gemischte Gruppen einzelne Stationen ablaufen und dort Spiele spielen. Bei Martina Thyssen beispielsweise konnten sie Bierdeckelzielwerfen oder Teebeutelweitwurf mit dem Mund machen. Sobald die Gruppe die Aufgabe gut gelöst hat, kann sie Fragen zur Lösungsfindung stellen. "Anders als beim Brettspiel wissen die Stationswächter nicht, wer der Mörder ist" erklärt Nicole Küppers – verkleidet als Dedektivkobold und Spielleiterin, eigentlich aber Juffi-Referentin des Bezirks, "sie wissen nur, welcher Gegenstand und welcher Raum es nicht war." Der Rest ist Kombination. Nach Verkündung der richtigen Lösung können die Juffis endlich auch zur Essensausgabe gehen und sich Erbsensuppe mit Brötchen und Würstchen holen. Der Mörder war übrigens Marlene Dietrich – im Speisezimmer mit der Axt.
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