Nettetal: Sauber gemacht!
VON NATASCHA BECKER - zuletzt aktualisiert: 06.05.2009Nettetal (RPO). 38 Lobbericher Kommunionkinder waren auf Müllsammeltour in der Innenstadt des Ortes. Unter dem Motto "Lobberich soll sauberer werden" sammelten die Jungen und Mädchen an einem Nachmittag jede Menge Unrat.
Zigarettenkippen haben es in sich, das muss Laura-Marie feststellen. Die kleinen Dinger sind nur schwer mit der Müllzange zu packen. Immer wieder setzt die Neunjährige an, aber endlich hängt der Stummel in der Zange und kommt dahin, wo er eigentlich hin gehört: In den Mülleimer bzw. in den Plastikeimer, der vor dem Mädchen steht. "Dass auf einem Spielplatz so viele Zigarettenstummel liegen, das hätte ich nie gedacht", kommentiert Laura-Marie ihre Arbeit, als sie direkt neben einer der Holzbänke auf die nächste Kippensammlung trifft.
Ein ganzer Sammlertrupp
Aber nicht nur sie ist fleißig damit beschäftigt, die Hinterlassenschaften anderer Menschen aufzusammeln. Über dem Spielplatz am Windmühlenbruch ist ein ganzer Trupp junger Sammler verstreut und eifrig am Werk. Unter dem Motto "Lobberich soll sauberer werden" stand die große Aktion. Dem Müll in Lobberich rückten die dortigen Kommunionkinder zu Leibe. Bewaffnet mit Zangen, Handschuhen und Eimern wanderten die Kinder durch die Fußgängerzone, den Ingenhovenpark, die Spiel- und Sportanlagen im Neubaugebiet Ost sowie dem Spielplatz am Windmühlenbruch.
Der Ablauf
Sozialaktion An dem Wochenende für Kommunionkinder hatten die Jungen und Mädchen die Aufgabe, eine Sozialaktion zu planen. Sie entschieden sich für das Saubermachen in Lobberich.
Ablauf Die Kinder zogen in Gruppen zum Säubern los. Am Ende trafen sich alle in der Fußgängerzone und präsentierten ihre Ausbeute – auch um den Lobbericher zu zeigen, was sie getan hatten.
"Die Idee dazu entstand bei einem Wochenende für Kommunionkinder in Rolleferberg bei Aachen", sagte Sabine Classen, Mutter und Katechetin. Das dort im Mittelpunkt stehende Thema "Gottes Kinder mischen mit!" inspirierte die Kinder in Sachen Sauberkeit mitzumischen. Zudem lernten sie, dass Kinder Rechte haben – und auch das Recht auf eine saubere Spielumgebung. So kam der Wunsch auf, eine Müllsammelaktion ins Leben zu rufen. Was nun auch geschah.
Viel drin im Eimer
Nach der Schule betätigen sich insgesamt 38 Kommunionkinder als Müllsammler. "Und hier liegt jede Menge", stellt Mai (9 Jahre) fest, die zusammen mit Freundin Hannah (9 Jahre) unterwegs ist. Trinkpäckchen, diverse Süßigkeitenverpackungen, Zigarettenstummel und noch mehr Wohlstandsmüll liegen in den Eimern der beiden Mädchen. "Aber es macht Spaß. Es ist nämlich schön, wenn man sieht, wie sauber es geworden ist", sagt Laura (9 Jahre), die gerade ihren Eimer in den großen Müllsack auf dem Bollerwagen auskippt. Der Wagen ist heute nämlich zum Müllfahrzeug mutiert und hat so einiges zu schleppen. Denn Abfall liegt reichlich rum. Gut, dass die Kinder nicht ein Fitzelchen liegen lassen.
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