Nettetal: Schule ohne Tabus
zuletzt aktualisiert: 02.04.2009Nettetal (RPO). Die Auseinandersetzung um eine neue Gesamtschule oder die Gründung einer Gemeinschaftsschule, die Haupt- und Realschule unter einem Dach vereinigt, beschäftigte die Fraktionen auch in ihren Haushaltsreden. Guido Gahlings (Grüne) warten davor, die Diskussion über eine neue Gesamtschule vorzeitig zum Tabu zu erklären. Weil die Schülerzahlen auf breiter Front abnähmen, seien die Gutachter des Schulentwicklungsplans zu dem Schluss gekommen, dass eine "schulorganisatorische Differenzierung im gewohnten Spektrum nicht mehr zu rechtfertigen" sei. Bernd Müller-Wirtz (SPD) forderte, dass angesichts der seit Jahren hohen Abweisungsquote an der Gesamtschule den Eltern "eine akzeptierbare Lösung angeboten werden" müsse. Die CDU setzt nach Angaben von Günter Werner darauf, dass der umfangreiche Fragekatalog jede schulorganisatorische Entscheidung erleichtern werde. Eine zweite Gesamtschule müsse hohe Hürden nehmen: Ein Drittel der angemeldeten Schüler müsse gymnasiale Reife haben, Ganztag werde ihr nicht zugestanden.
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