Nettetal: Sicher in die Schulen
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 13.08.2009Nettetal (RPO). In der kommenden Woche sind in Nettetal 402 Kinder nicht nur Neulinge in der Schule, sondern auch im Straßenverkehr. Die Stadt, Polizei und Verkehrswacht sorgen sich um ihre Sicherheit.
In wenigen Tagen starten in Nettetal 402 Kinder ins Schulleben. Damit sich sicher einer der neun Grundschulen erreichen, hat die Stadt einen Schulwegeplan entwickelt. Mit der letzten Ausgabe des Elternbriefs ist er nach Angaben der Stadt verschickt worden.
Dieter Bach, Verkehrssicherheitsberater der Polizei in Nettetal und zugleich Mitglied der Kreisverkehrswacht, begrüßt dies. "Ich bitte die Eltern dringend darum, mit ihrem Kind den Schulweg sorgsam abzugehen und diesen Weg zu üben", erklärte er gestern. Bach wird mit Schulbeginn nach und nach alle neun Nettetaler Grundschulen aufsuchen. Für jede Klasse nimmt er sich eine Stunde Zeit, damit die Kinder Grundsätzliches über Gefahren im Straßenverkehr erfahren. Außerdem wird er mit ihnen die unmittelbare Verkehrsumgebung der Schule erkunden.
Schulneulinge
GGS (Gemeinschaftsgrundschule) 49, KGS (Kath. Grundschule) 38
Schaag KGS 29
Hinsbeck KGS 51
Kaldenkirchen GGS 53, KGS 42
Leuth KGS 15
Lobberich GGS 63, KGS 62.
Gesamt 402 Schulneulinge. Im Vorjahr waren es 422 Kinder Im Jahr 2014 werden nach heutigem Stand ca. 320 Kinder eingeschult.
Lotsen sind selten
Bach setzt in diesem Zusammenhang einmal mehr auf die tatkräftige Unterstützung durch Schüler an weiterführenden Schulen. "Leider gelingt es immer seltener, ältere Schüler für den Lotsendienst zu gewinnen", räumt er ein. In Stadtteilen ohne weiterführende Schulen bemüht er sich um Eltern, die morgens den Schulweg von Kindern sichern. Elternlotsen führt er unter anderem am kommenden Dienstag in Hinsbeck und am Mittwoch in Leuth ein. Sie erhalten jeweils neue gelbe Westen (bisher orange), und es ist außerdem gelungen, auch Wetterjacken für die Elternlotsen zu ergattern.
Der Schulwegplan ist neu, wie Roland Peuten, Leiter der städtischen Schulverwaltung berichtet. "Die Pläne werden ständig angepasst und nachgebessert", sagt er. Dieter Bach gibt seine Beobachtungen an die Polizeibehörde in Viersen weiter, wo ein Verkehrsfachmann den Städten und Gemeinden Änderungen abstimmt.
In Lobberich müssen sich Schulkinder auf eine Änderung an der Burgstraße/Ingenhovenweg einrichten. Nach dem Umbau der Burgstraße gibt es zwischen Park und Seniorenresidenz jetzt einen Überweg. Dort werden künftig keine Schülerlotsen mehr den Weg sichern. Eine kleine Panne ist behoben: Der Zebrastreifen war Rot und Schwarz angelegt. "Das haben die Kinder nicht wahrgenommen. Jetzt hat er weiße – es klappt", sagt Bach.
Eine große Bitte haben die Stadt und Bach an die Eltern. Sie sollten ihre Kinder trainieren, bald selbstständig in die Schule zu gehen. Das würde die Verkehrssituation dort entschärfen. Und ältere Schüler profitieren, wenn sie selbst mit dem Rad fahren. Die Stadt zahlt pro Kilometer 6 Cent. Da läppert sich in einem Schuljahr einiges zusammen. FRAGE DES TAGES
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