Nettetal: Solidarbeitrag angepasst
VON PAUL OFFERMANNS - zuletzt aktualisiert: 14.05.2007Nettetal (RPO). Eine einmalige Erhöhung des Mitgliedsbeitrags beschloss der Stadtsportverband Nettetal. Beim Verbandstag wurde Vorsitzender Willi Wittmann wiedergewählt und erfuhr eine besondere Ehrung.
Für die Erhöhung des Solidarbeitrages von acht Cent pro Mitglied pro Monat ab 2008 plädierte Bürgermeister Christian Wagner beim Verbandstag des Stadtsportverbandes Nettetal. Der angepasste Beitrag soll mit zur Konsolidierung des städtischen Haushaltes beitragen. „Die ausgestreckte Hand der Stadt wird auch in Zukunft für sie da sein. Dieses Versprechen steht: Solange es kein Haushaltssicherungskonzept gibt, gibt es auch keine Hallennutzungsgebühren“, versprach Wagner.
„Im Laufe der Jahre aber hat sich die allgemeine finanzielle Situation verschlechert, nicht nur bei der Stadt, sondern auch bei unseren Vereinen“, klagte Stadtsportverbands-Vorsitzender Willi Wittmann. Die Verwaltung setzte mit der Politik eine Kommission zur Sanierung der Finanzen ein. Sie untersucht dabei alle Bereiche auf Einsparmöglichkeiten. Das Ziel ist, in allen Sparten acht Prozent der Kosten einzusparen. „Dazu gehört auch der Sportbereich“, so Wittmann. Nach einer kurzen Diskussion, die schon einer Haushaltsdebatte der Stadt vorgriff, entschieden sich die Delegierten mit Mehrheit für die Erhöhung von 1,50 Euro auf 2,50 Euro pro Mitglied pro Jahr, so dass der Solidarbeitrag künftig etwas 25 000 Euro (vorher 16 000 Euro) betragen wird. „Die Erhöhung ist einmalig geplant. Es ist nicht vorgesehen, diesen Beitrag jährlich anzupassen oder zu erhöhen. Alle bisherigen freiwilligen Leistungen bleiben. Es werden auch künftig keine Nutzungsgebühren erhoben. Das ist bis 2011 festgelegt“, betonte Wittmann nochmals. Auf der anderen Seite ist der jährliche Investitionszuschuss der Stadt von 25 000 Euro „aufgrund vieler notwendiger Maßnahmen ein Tropfen auf den heißen Stein, denn dieser Betrag ist bereits verplant bis zum Jahre 2011“, erläuterte er. Als dringend nötig sieht der Stadtsportverband die Maßnahmen beim Sportplatz Leuth, TSV Kaldenkirchen, SuS Schaag (Umkleideräume) und beim SC Union die Sanierung der Tennisplätze. „Der heute gewählte Vorstand sollte aufgefordert werden, weitere Gespräche zu führen mit Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung, dass eine Erhöhung des Investitionszuschusses auf 50 000 Euro schnellstmöglich erfolgt“, schlug er vor. Der Stadtsportverband hält die Situation im Stadtteil Kaldenkirchen wegen der Errichtung einer Zweifach-Sporthalle und TSV-Gelände im Auge. „Wir werden weiter diese Planungen verfolgen und unterstützen“, so Wittmann.
Ulrich Schulze, Vorsitzender des Pferdesportverbandes Kreis Viersen, ehrte Willi Wittmann: „Er hält in Nettetal alle Vereine gleich, auch die, die keinen so großen Stellenwert haben. Der dem Fußball zugeneigte Willi Wittmann freundete sich mit unserem Sport an“, dankte Schulze für sein Engagement im Nettetaler Pferdesport. Wittmann freute sich: „Ich gehe gern zu den Reitturnieren. Es macht jedes Mal Spaß, als Zuschauer dabei zu sein.“
Vorstand
Willi Wittmann wurde für weitere vier Jahre an die Spitze des 56 Vereine umfassenden Stadtsportverbandes mit rund 13 000 Sportlern gewählt. Sein Stellvertreter wurde Rainer Lutz. An die Stelle des bisherigen Geschäftsführers Manfred Melchert (hatte den Posten 22 Jahre inne) trat Jürgen Hendricks. Kassierer bleibt Manfred Bartsch, Pressewart Heinz-Willi Schmitz. Die fünf Beisitzer: Marianne Münter, Werner Dermann, Margret Tüffers, Petra Peuten und Manfred Melchert. Die Fachwarte vervollständigen Johannes Thissen (Angelsport) und Ursula Nonninger (Leichtathletik).
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