Nettetal: Somedi-Mitglieder an der Nordgrenze Indiens
zuletzt aktualisiert: 25.09.2007Nettetal (RPO). Der somedi-Vorsitzende Dr. Ramesh Modi ist unterwegs in die indische Grenzprovinz Ladakh. In der Provinzhauptstadt Leh findet das vom Verein initiierte „Mobility Camp for the Handicaped“ statt. Mit Somedi arbeitet der „Ratna Nidhi Charitable Trust“ auf Wunsch des Dalai Lama und der tibetischen Exilregierung zusammen.
Das „Mobility Camp“ in Leh fängt tibetische Flüchtlinge auf, die nach wochenlangen Märschen vollkommen entkräftet hier ankommen. Da viele barfüßig sind, erleiden sie unterwegs so schwere Erfrierungen, dass Amputationen unvermeidbar sind. Die Somedi-Delegation will die Arbeit in einem Film festhalten, wie Geschäftsführer Stefan Voormans ankündigte. Hanneslore Modi und Vorstandsmitglied Liesel Görtz reisten bereits Anfang September nach Leh. Die Reisekosten trägt jeder selbst, Spenden werden dafür nicht verwandt. Die guten Kontakte zu indischen Hilfsorganisationen und Behörden kommen dem Verein sehr entgegen. Zu Beginn des Jahres hielten sich Somedi-Mitglieder bereits einmal in Indien auf. Sie hatten das Mobility Camp, die „Shree Bandarvala Girls Highschool“ in Rajkot, Jaipur Foot und das Streetchildren-Projekt Bombay aufgesucht.
Ganz besonders interessierten sie sich für die Fertigung von Beinprothesen und Rollstuhl-Modellen, die das Zentrum selbst entwickelte. „Es ist erstaunlich, wie schnell Menschen mit den Prothesen laufen können. Ich erlebte, wie ein junger Mann auf Krücken kam – und noch am gleichen Tag ohne fremde Hilfe mit seiner Beinprothese laufen konnte“, berichtet Modi.
Parallel bereiten die ehrenamtlichen Helfer des Vereins Hilfstransporte nach Bulgarien vor. Mitglieder der „Deutschen Humanitären Stiftung“ machten Kleidung versandfertig.
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