Nettetal: Spielschar übt schon fleißig
VON INGE VON DEN BRUCK - zuletzt aktualisiert: 16.01.2012Nettetal (RP). Die katholische Frauengemeinschaft St. Lambertus Breyell hat bereits in den 60er-Jahren Sketche zu Karneval aufgeführt. Inzwischen ist daraus ein mehrstündiges Programm geworden.
Mademoiselle "Cream fraiche" und Mademoiselle "Muff Serviette" treten einen Schritt vor. Sie haben die tragbare Ballettstange abgelegt. Dabei verrenken sie sich wie die sterbenden Schwäne, stellen sich auf die Zehenspitzen, heben die Arme hoch in die Luft und wedeln mit ihnen umher.
Margret Terstappen, Spielleiterin der Spielschar der katholischen Frauengemeinschaft St. Lambertus Breyell, ist mit der ersten tänzerischen Darbietung der elfengleichen Wesen zufrieden. "Kurze Pause, dann geht es weiter", sagt sie. Zwölf Frauen setzen sich an den Tisch in der Breyeller Begegnungsstätte. Sie dient ihnen in den nächsten Tagen als Proberaum.
Petra Theveßen und Petra Veuskens kennen aber keine Pause. Sie proben ihren Sketch, während im hinteren Teil des Raumes Sabine Siemes und Helga Schmitz noch einmal konzentriert ihre Schritte für die Abschlussnummer durchgehen. Bis zu den karnevalistischen Aufführungen der Spielschar bleibt genügend Zeit zum Proben. "Wir fangen erst nach Weihnachten mit den praktischen Proben an", erzählt Margret Terstappen, die die immer zum Spaß aufgelegte Horde zusammenhält.
Zweimal auf der Bühne
Aufführungen Zu den karnevalistischen Aufführungen der Spielschar der Frauengemeinschaft am Mittwoch, 8. Februar, 14.30 Uhr, und Donnerstag, 9. Februar, 19.11 Uhr, gibt es nur noch wenige Karten.
Karten Bestellungen nimmt Marlene Grafer unter der Telefonnummer 02153 702 93 entgegen.
Ort Beide Veranstaltungen finden im Saal Kreuels, Lobbericher Straße 15 in Breyell, statt.
Ideen stammen von den Frauen
Die Idee der Breyeller St.-Lambertus-Frauengemeinschaft war seinerzeit einfach. Sie wollte ein buntes Programm zu Karneval präsentieren. Das war in den 1960er-Jahren ihr Bestreben. Es wurde der "Mütterkaffe" ins Leben gerufen.
Die Ideen zum närrischen Programm stammen seither von den Frauen selbst, und aus einem einzelnen Vortrag ist im Laufe der Jahre ein mehrstündiges Programm mit Tänzen, Sketchen und Musik entstanden, und das durchaus ehrgeizig.
Zunächst üben die Frauen zu Hause allein und dann in der Gruppe ihren Part ein. Kurz vor den Aufführungen treffen sie sich zweimal wöchentlich. Der Spaß kommt dabei natürlich nicht zu kurz. Das hören auch Passanten, die draußen vorbeigehen. Aus der Begegnungsstätte an Haagstraße dringen Gegacker und Geschnatter ins Freie.
Seit einigen Jahren gibt es zwei Aufführungstermine, denn die Kartennachfrage ist immer größer geworden. Die Frauen stehen am Mittwochnachmittag sowie am Donnerstagabend als Spielschar auf der Bühne.
Vor dem karnevalistischen Frauennachmittag am Mittwoch, 8. Februar, lädt die Frauengemeinschaft zum Kaffeeklatsch mit Kuchen und Brötchen ein. Dann führt Marita Windbergs als närrische Moderatorin durch das Programm – und das auch schon im 14. Jahr.
"Ich bin nervös wie am ersten Tag, mir schlottern immer noch die Knie", gesteht sie. Bei den Proben ist sie immer stille Zuschauerin. "Ich muss ja wissen, wen ich wie ankündige", sagt sie und bereitet sich schon jetzt sorgfältig auf ihre kommende Moderation vor.
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