Nettetal: St. Lambertus in neuem Glanz
VON WILLI WITTMANN - zuletzt aktualisiert: 02.09.2009Nettetal (RPO). Die Zeit der Provisorien ist vorbei: Die renovierte Breyeller Pfarrkirche steht für die Gottesdienstfeiern bereit. Die Neueröffnung feierte die Gemeinde mit einem Pontifikalamt, an dem auch Weihbischof Dr. Bündgens teilnahm.
Mit einem Pontifikalamt wurde nach 402 Tagen Renovierung die Breyeller Pfarrkirche St. Lambertus durch vom Aachener Weihbischof Dr. Johannes Bündgens neu eröffnet. Anschließend gab's einen Empfang im Regenbogensaal. In der vollbesetzten Pfarrkirche begrüßte Pfarrer Günter Puts den Bischof, die Diakone Hans-Dieter Mayer und Helge Völker sowie den ehemaligen Breyeller Pastor Hermann-Josef Klumpen.
Frisch und einladend
Frisch und einladend wirkt die Kirche. Darauf ging Bischof Bündgens in seiner Predigt ein. "Die Lambertuskirche ist ein heller, von Licht durchflutender Raum geworden", so Bündgens. "Ein Haus des Gebetes und eine Feierstätte der Geheimnisse." Der evangelische Pastor Christoph Helbig verkündete als erster von dem neuen Ambo die Lesung.
Die Arbeiten
Kosten Die Sanierung kostet 580 000 Euro. Ursprünglich waren 610 000 Euro veranschlagt.
Geschichte Von 1997 bis 2006 wurden die Kirche von außen saniert. Der Grund waren Feuchteschäden.
Die Innensanierung samt Umgestaltung des Innenraums dauerte ein Jahr. Im Inneren hat sich vieles geändert: Die liturgischen Gegenstände erhielten neue Standorte. Das Taufbecken wurde aus der nördlichen Chorapsis in die Kirchenmittelachse unterhalb der Orgelempore neu positioniert. Der Zelebrationsaltar blieb unverändert. Der Ambo als Natursteinelement wurde rechts von der Kirchenmittelachse zur Gemeinde hin an der runden Stufenanlage positioniert. Der Priestersitz wurde links an den Stufenkreis rückwärtig verschoben. Ambo und Priestersitz bilden aus der Kirchenmittelachse gesehen ein optisches Gleichgewicht und eine Rahmung des Zelebrationsaltares. Im Chor wurde ein neues Sakramenthaus unter Verwendung des alten Tabernakels des ehemaligen Hochaltars angeordnet.
An den Seitenwänden hat am historischen Standort das Chorgestühl seinen Platz gefunden. Das Sakramentshaus ist eine zweistufige Anlage aus Muschelkalk – in Anlehnung an die bestehenden Liturgiegegenstände, die gleich einer Insel im Chor positioniert wurden. Eine fünf Meter hohe Halbschale erhebt sich in den Chor. Im Mittelpunkt befindet sich eine Stele aus Muschelkalk in die der historische Tabernakel eingefasst wurde. In der halbkreisförmigen massiven Wandscheibe, die leicht asymmetrisch einen 2,50 Meter hohen Wandschlitz hat, befindet sich jetzt das Ewige Licht. Die Tragkonstruktion der Konche hergestellt. Der Ambo besteht aus einem Muschelkalkkubus als Unterbau und einem perlgestrahltem Edelstahlgestell als Buchauflage mit unterseitiger Blattvergoldung. Die Sidilien sind aus Muschelkalkplatten.
Außerdem wurde die Kirche neu ausgemalt. Die architekturgliedernden Elemente wurden betont. Besondere Bauteile, wie die Kapitelle, der Triumphbogen zum Chor und die Gewölbestege wurden durch Blattvergoldung besonders akzentuiert. Zudem wurden Beleuchtung und Lautsprecheranlage erneuert.
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