Nettetal: Staatsschutz ermittelt in Lobberich
zuletzt aktualisiert: 15.09.2009Nettetal (RPO). Die Staatsschutz-Abteilung beim Polizeipräsidenten Mönchengladbach ermittelt im Fall der Hakenkreuz-Schmiereien auf dem Mahnmal für die jüdischen Bürger vor der Alten Kirche in Lobberich.
Ein Sprecher des Polizeipräsidiums bestätigte dies gestern. Dabei werden auch frühere Vorfälle dieser Art an der Außenwand der Alten Kirche eine Rolle spielen.
"Der länger zurückliegende Vorfall war ohnehin noch nicht abgeschlossen", berichtete Stadt-Sprecher Christoph Kamps. Die Stadt habe als Gegenmaßnahme schon erwogen, das Umfeld der Kirche durch einen Zaun vollständig abzuriegeln. "Aber die Attacke auf das Mahnmal zeigt, dass das wenig Sinn gemacht hätte. Sie wäre auch mit Zaun nicht zu verhindern gewesen."
Der städtische Wirtschaftsförderer Dietmar Sagel, zugleich aktives Mitglied der katholischen Pfarre St. Sebastian, hatte die Schmierereien sofort abgedeckt. Gestern beseitigten Mitarbeiter des Nettebetriebs alle Spuren des Anschlags. Er wird heute auch den Verwaltungsvorstand der Stadt beschäftigen, versicherte Sagel.
Alte Kirche und Ingenhovenpark gehören schon lange zu den Bereichen, den der städtische Ordnungsdienst besonders intensiv überwacht. Stadt und Polizei bitten Bürger, verdächtige Wahrnehmungen umgehend der Polizei-Leitstelle in Viersen zu melden. Dort waren auch die Schmierereien von vermutlich linken Aktivisten auf Plaka
ten von CDU und SPD im Kreisverkehr am Krankenhaus gemeldet worden. Noch am Samstag wurden die aufgemalten Zeichen überklebt. Die Polizei in Mönchengladbach schließt nicht aus, dass sich zurzeit extreme Linke und Rechte mit solchen Aktionen gegenseitig hochschaukeln.
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