Nettetal: Stadt machte Geschwister des Toten ausfindig
zuletzt aktualisiert: 23.12.2009Nettetal (RPO). Die Stadt Nettetal hat mit Hilfe der niederländischen Botschaft einen Bruder und eine Schwester des 42-jährigen Mannes ausfindig gemacht, der in der Nacht von Freitag auf Samstag in Lobbericher erfror. Der Mann stammt ursprünglich aus Apeldoorn, war aber in Nettetal kein Unbekannter.
Er habe häufiger den Tagessatz für Obdachlose in Anspruch genommen, aber nie nach einer Unterkunft gefragt, berichtete gestern der Sprecher der Stadtverwaltung, Christoph Kamps.
Die Leiche war bis dahin noch nicht von der Polizei freigegeben worden. Die Stadt klärt jetzt mit den Angehörigen, wo der Mann beerdigt wird. Es ist möglich, dass er in die Niederlande überführt wird. Die evangelische Kirchengemeinde, in der er ebenfalls bekannt war, hatte angeboten, für eine würdige Beisetzung zu sorgen.
Nach Angaben von Kamps gibt es jährlich fünf bis sechs Fälle in der Stadt, in denen Menschen ohne Angehörige sterben. Sie sind selten aber mittellos oder gar obdachlos. In der Regel übernimmt nach negativen Nachforschungen das Ordnungsamt die Beerdigung. Die beauftragten Bestatter nehmen den Kontakt zu den Religionsgemeinschaften auf. Beisetzungen finden dann in so genannten pflegefreien Rasen-Sarggräbern statt.
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