Nettetal: Stadt und Polizei ziehen Altweiberbilanz
zuletzt aktualisiert: 13.02.2010Nettetal (RPO). Zu 41 Einsätzen ist die Polizei im Kreis Viersen am Altweiberdonnerstag ausgerückt. 15 davon waren Schlägereien und Körperverletzungen. Neunmal musste die Polizei bei Randalen einschreiten, einmal davon in Breyell.
Gegen 20.30 Uhr wurde die Polizei zu einer Auseinandersetzung in einer Gaststätte auf dem Lambertimarkt gerufen. Ein 30-jähriger, stark angetrunkener Mann wollte das Lokal nicht verlassen. Als der Wirt den Randalierer der Gaststätte verweisen wollen, schlug dieser um sich. Als die Beamten vor Ort eintrafen, war es dem Wirt gelungen, den aggressiven Mann ins Freie zu befördern.
Die Beamten stellten den Mann zur Rede. Sofort beleidigte er die Einsatzkräfte und drohte ihnen mit den Fäusten. Die Beamten beabsichtigten, den aggressiven alkoholisierten Mann zur Ausnüchterung mit zur Polizeiwache zu nehmen. Dagegen leistete er erheblichen Widerstand. Auch während des Transportes zur Wache Kaldenkirchen trat der Beschuldigte um sich, bedrohte und beleidigte die Beamten und konnte schließlich nur durch den Einsatz von Pfefferspray gebändigt werden. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen.
Die starke Präsenz der Ordnungs- und Sicherheitskräfte habe Wirkung gezeigt, so die Bilanz der Stadt Nettetal. Unterstützt wurden Ordnungsamt und Polizei von Mitarbeitern des Allgemeinen Sozialen Dienstes des Kreisjugendamtes, den Jugendhilfeeinrichtungen, den Streetworkern und ehrenamtlichen Helfern des Deutschen Roten Kreuzes mit 28 Personen. Die Zusammenarbeit habe gut funktioniert, die Präsenz der Einsatzkräfte "vielfach zur Deeskalation in kritischen Situationen beigetragen".
Erstmals war der Rathaussturm um drei Stunden von 17.11 Uhr auf 14.11 Uhr vorverlegt worden. Aus Jugenschutzgründen, wie es von Stadtseite heißt. Auch wenn die Möhnen protestierten und das Rathaus später als geplant stürmten, zeigt sich die Stadtspitze zufrieden mit dem Verlauf. Stadtsprecher Christoph Kamps erklärt: "Für die vor Ort anwesenden Einsatzkräfte war die Lage übersichtlicher. Es kam zu keinen Gewalttätigkeiten gegenüber den Einsatzkräften." Auch seien die Belästigungen durch zerschlagenes Glas auf den Straßen im Bereich des Doerkesplatzes erheblich geringer ausgefallen als in den Vorjahren.
Auch an den folgenden Tagen wird die Polizei im Kreis erhöhte Präsenz mit verstärktem Personaleinsatz zeigen.
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