Nettetal: Stromausfälle und wieder viele Schäden an Bäumen
zuletzt aktualisiert: 16.07.2010Nettetal (RPO). Mehr als zwei Dutzend Stromausfälle haben die beiden Unwetter am Montag und am Mittwoch im Stadtgebiet verursacht. Dies berichteten gestern die Stadtwerke Nettetal. Lediglich Kaldenkirchen blieb bisher verschont. Umgekippte Bäume, abgebrochene Äste und andere Gegenstände hatten Freileitungen beschädigt. Die Elektroabteilung beseitigte die Störungen, teilweise unterstützt von einer Drehleiter der Feuerwehr. Geschäftsführer Norbert Dieling weist darauf hin, dass der Bereitschaftsdienst der Stadtwerke jederzeit unter Tel. 02157 12 05-500 erreichbar.
Das Unwetter tobte sich am Mittwoch hauptsächlich über Kaldenkirchen aus. Hans Moors, Leiter des Feuerwehrlöschzuges, registrierte rund 50 Einsatzorte. Bewährt habe sich die neue Drehleiter für Kaldenkirchen. "Wir konnten viel sofort abarbeiten", sagte er. Die Lobbericher Leiter blieb frei für andere Einsätze. Hilfe erhielt Kaldenkirchens Wehr von den Löschzügen Breyell, Hinsbeck und Leuth.
Die Wehr sorgte auch dafür, dass die Bahnstrecke nach einer Störung in Höhe der Feldstraße frei wurde. Bahnverkehr wurde umgeleitet, weil die Strecke Emmerich-Arnheim unterbrochen war. So fuhr auch ein ICE über Kaldenkirchen.
Teilweise gesperrt ist nach Angaben der Technischen Dezernentin Susanne Fritzsche der städtische Friedhof. "Es sind einige Bäume umgekippt. Wir müssen aus Sicherheitsgründen den Bereich sperren", erklärte sie. Etwa 30 Mitarbeiter des Nettebetriebs sind ständig draußen. "Besonders an Spielplätzen, aber generell an Straßen und Wegen, müssen wir für Sicherheit sorgen", so die Beigeordnete. Allerdings hat die Stadt Wege am Nettebruch, Breyeller See und anderen Gewässern gesperrt, weil dort Bäume umgekippt sind. Etliche gehören privaten Grundstückseigentümern, die die Stadt jetzt anschreibt.
Ganz trist sieht nach den beiden Stürmen der Caudebec-Ring in Lobberich aus. Dort sind Straßenbäume reihenweise umgekippt, es stehen vielfach nur noch Stümpfe. Nachpflanzungen sollen im Herbst folgen. Am Lobbericher Friedhof, der seit Montag bereits teilweise gesperrt ist, werden mit Hilfe eines Krans Bäume gefällt. Man wird sich daran gewöhnen müssen, dass die Pappeln dort verschwinden.
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