Nettetal: Vereine wünschen eine Hotline
VON MANFRED MEIS - zuletzt aktualisiert: 28.10.2010Nettetal (RPO). Ein Saal für Hinsbeck und ein Festplatz für Breyell standen ebenso auf der Wunschliste der Vereine wie eine Info-Hotline. Über sie soll bei der Stadt eine Kontaktperson erreicht werden können, die Vereinssorgen zu beheben hilft.
Das sind drei von rund 300 Vorschlägen und Anregungen, die bei der dritten Runde der "Ideenwerkstatt 2015plus" an Pinwände geheftet wurden. Diesmal waren Vertreter von 250 Vereinen eingeladen, rund 50 waren anwesend, um "die Zukunft miteinander füreinander zu gestalten", wie Bürgermeister Christian Wagner das Ziel der Veranstaltungsreihe umriss.
Umgang mit Sportstätten
Man solle Sportstätten sanieren, konzentrieren und nicht benötigte schließen – dies kam ebenso aufs Tapet wie der Wunsch nach kleineren Sportstätten in Schulnähe. Um Nachwuchs zu gewinnen, sollten die Sportvereine mit Kindergärten und Schulen sprechen dürfen.
Mehr Zusammenarbeit untereinander könnte sich in Übungsleiterpools, der gemeinsamen Nutzung von Sportstätten oder in einer gemeinsamen Zeitschrift äußern, die auch Neubürger über das Sportangebot informiere. Dem Stadtsportverband wurde Fußballlastigkeit angekreidet, die dieser prompt zurückwies. Noch ein Wunsch: Die Nettespiele sollten wiederholt werden, alle zwei Jahre sollte "Nette-Olympia" sein.
Auch bei den sozialen Vereinen und Institutionen stand mehr Informationsaustausch oben an. Es sollten mehr Räume zur Verfügung stehen, gemeinnützigen Vereinen sollten keine Standgebühren bei Ortsfesten abverlangt werden.
Man kann sich einen Vereinstag mit Vorstellung aller Vereine vorstellen, ebenso einen Gesundheitstag (ähnlich der Aktivmesse 50plus), und betonte die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements, das mit dem "Nettetaler Ehrenamtspreis" gewürdigt werden sollte.
Bei den Vereinen für Kultur und Brauchtum spielten Erleichterungen bei Genehmigungen und Versicherungen sowie "Hilfe bei Gema" eine große Rolle. Gewünscht ist eine Unterstützung über das Internet der Stadt und bei eigenen Internetauftritten. Nicht mehr Feste seien in Nettetal nötig, sondern eine bessere Terminabstimmung.
Ein Stadtfest alle fünf Jahre
Ein Stadt- oder Seefest sollte alle zwei oder fünf Jahre stattfinden. "Proberäume für Musikvereine" hieß es im Zusammenhang mit der Schule in Leuth, die erhalten werden müssen. Bei Sälen und Festplätzen fiel die Bemerkung: "Lärmschutzrecht und Brauchtum passen nicht zusammen".
Nach den Vereinen ist die Wirtschaft gefragt. Ihre Ideen wird Moderator Frank Bienkowski am Donnerstag, 4. November, ab 19 Uhr im Rathaus in Lobberich sammeln.
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