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Nettetal: Viel Spaß – aber ohne Glas

VON MARC SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 13.02.2012

Nettetal (RP). Rathaussturm und Tulpensonntagszug sollen Freude machen. Die Stadt Nettetal weist jedoch auf Regeln hin, die die Sicherheit der vielen Besucher gewährleisten sollen. Die Kontrollen werden verschärft.

In der Nettetateler Stadtverwaltung versteht man durchaus Spaß – und lässt daher auch in diesem Jahr am Altweiberdonnerstag das Rathaus stürmen. Schlipse werden abgeschnitten, das ein oder andere Bierchen wird gekippt, und auch für Stimmungsmusik wird gesorgt. Bei allem Frohsinn ist die Stadt aber auch für die Sicherheit ihrer Bürger zuständig und hat dafür einige Regeln aufgestellt, die Altweiber und beim Tulpensonntagszug gelten – und streng kontrolliert werden sollen, wie Klaus Ossmann, Leiter des Ordnungsamtes betont.

Unter dem Motto "Ohne Glas macht's doppelt Spaß" sollen der Doerkesplatz und die Umgebung vor, während und nach dem Rathaussturm möglichst scherbenfrei bleiben. In den vergangenen Jahren hatte zerschlagenes Glas regelmäßig zu einer erheblichen Gefährdung und zu einem hohen Verletzungsrisiko geführt. Daher gilt am Altweiberdonnerstag ab 13 Uhr ein Mitführverbot für Glas. "Die Polizei und das städtische Ordnungsamt werden stichprobenartig Taschen und Rucksäcke kontrollieren und gegebenenfalls direkt 20 Euro Verwarnungsgeld kassieren", sagt Ossmann.

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Wurfmaterial

Im Sicherheitskonzept zum Tulpensonntagszug in Kaldenkirchen ist auch geregelt, wie die "Kamelle" zu verteilen sind: Harte Großartikel wie Obst und Spielzeug dürfen nicht geworfen werden, sondern müssen von Hand zu Hand weitergegeben werden. Dosen und Flaschen dürfen gar nicht abgegeben werden. Verboten sind zudem Abziehbilder und Konfetti.

Aufwendiges Sicherheitskonzept

Weit aufwendiger ist jedoch das Sicherheitskonzept für den Tulpensonntagszug durch Kaldenkirchen, zu dem laut Amtsleiter Ossmann rund 15 000 Besucher erwartet werden. Seit der Love-Parade-Tragödie, bei der 2010 in Duisburg 21 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt wurden, können solche Sicherheitskonzepte notwendig werden.

Die Ordnungsämter entscheiden, ob ein solches erarbeitet werden muss. "Das sind Einzelfallentscheidungen, als Richtwert gelten 5000 Besucher", erklärt Ossmann. Zuständig für das Konzept ist der Veranstalter, also der Kaldenkirchener Karnevalsverein (KKV). Ossmann: "Aber das würde viele Vereine überfordern, weshalb wir den KKV unterstützen und mit ihm eine Koordinierungsgruppe mit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst gebildet haben." Zum ersten Mal müssen sogenannte Wagenengel den Zug begleiten, wenn rund 1800 Jecken in Fußgruppen und etwa 50 Wagen durch Kaldenkirchen ziehen. Bis zu sechs solcher Sicherheitsbegleiter pro Wagen sind nötig. "Sie müssen von den Gruppen gestellt werden und sollen auf den Abstand zwischen Zuschauern und Wagen achten", sagt Reimund Nothen vom KKV.

Änderungen gibt es auch, was den Zugweg betrifft: "Wir ziehen diesmal durch die Venloer Straße am Curanum-Altenheim vorbei. Wegen Sicherheitsbedenken darf der Weg nicht an der eingerüsteten Kirche St. Clemens vorbeiführen, und statt über den Kirchplatz geht es vom Entenpfad über den Königspfad zur Auflösung an der Friedrichstraße", erklärt Stephan Wiegers vom KKV. Auf dem gesamten Zugweg und auf der Severusstraße besteht absolutes, beidseitiges Halteverbot, teilt die Stadt Nettetal zudem mit. FRAGE DES TAGES

Quelle: RP


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