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Nettetal: Viele Angebote, wenige Kunden

VON JANETTA SZPAK - zuletzt aktualisiert: 22.06.2009

Nettetal (RPO). Zum verkaufsoffenen Sonntag in Lobberich hatten die Einzelhändler einen größeren Ansturm erwartet. Fünf Stunden lockten Geschäfte mit Angeboten, doch nur wenige Besucher nutzten die Gelegenheit.

Längst nicht so viel los wie von den Händlern erhofft, war gestern beim verkaufsoffenen Sonntag in der Lobbericher Innenstadt.   Foto: RPO
Längst nicht so viel los wie von den Händlern erhofft, war gestern beim verkaufsoffenen Sonntag in der Lobbericher Innenstadt. Foto: RPO

Die Auswahl an Rabattaktionen ist riesig. Da kann der Kunde schnell den Überblick verlieren. Während der eine das weiße T-Shirt für fünf Euro anbietet, bekommt man das gleiche Stück um die Ecke für einen Euro weniger. Da lohnt sich der genaue Preisvergleich. Doch längst nicht so viele Kunden wie erwartet nutzten gestern Nachmittag die Gelegenheit. Die Zahl der Besucher ist verhalten. Und dann noch das: "Es wird viel geschaut, aber wenig gekauft", sagt eine Verkäuferin unzufrieden.

Familie Schiffer gehört zu jenen, die auf Shopping-Tour gehen. Sie kauft bei "Ernstings Family" für den anstehenden Sommerurlaub ein. Im Einkaufskorb landen Shorts, eine Badehose, Unterwäsche und Flip Flops für den Strand.

Info

Sonntagsverkauf

Vorgaben Die Anzahl der verkaufsoffene Sonntag in einem Ort ist limitiert und streng festgelegt. Sonntag darf nicht allein um des Verkaufens willen geöffnet werden, sondern es muss einen Anlass geben – beispielsweise die Kirmes in Lobberich.

Zeitraum Stets zwischen 13 und 18 Uhr

Beim Kartensonntag war mehr los

Bei Porzellan Funcke spekulieren zwei Verkäuferinnen über die Gründe für die wenigen Besucher. Das Wetter könne nicht schuld sein. "Vielleicht liegt es am Formel-1-Rennen", sagt eine Verkäuferin und zuckt die Schultern. Beim Ferkesmarkt und auch beim Kartensonntag sei der Ansturm größer gewesen.

Derweil schlendern überwiegend Familien durch die Fußgängerzone. Die Sonnenbrille auf der Nase und ein Eis in der Hand. Doch immer wieder schieben sich dicke Wolken vor die Sonne. Auch auf der Kirmes gibt es beim Autoscooter und Kinderkarussell viele Leerfahrten. Am Rande laufen die Kinder umher, denn viele können sich eine Fahrt nicht leisten. Gerade mal eine Zuckerwatte oder eine Tüte Popcorn ist im Budget.

Daniela Dietze ist Auszubildende bei der Parfümerie Platen. Sie spricht in der Fußgängerzone Besucher an und gibt jedem ein Stäbchen mit einer Feder in die Hand. Daran befestigt ist ein Kärtchen, welches jedem Käufer einen 20 Prozent Rabatt pro Einkauf gewährt. Einige Meter weiter erhalten Käufer 35 Prozent auf Herrenartikel. Christa Leven ist fest von einem guten Umsatz an diesem Sonntag überzeugt. "Sonntags haben die Leute mehr Ruhe zu schauen und wir haben gute Rabatte", so die Verkäuferin bei Adessa.

Während viele Geschäftsleute noch auf den großen Ansturm warten, sind die Tische vor und in den Cafés gut belegt. Neue Eisbecher, außergewöhnliche Kaffeespezialitäten und Kuchen sollen den Umsatz steigern. Ein kurzer Sprung in den Drogeriemarkt: Schnell Katzenfutter, Wattestäbchen oder das reduzierte Duschgel kaufen. "Das habe ich gestern vergessen", sagt die Kundin fast entschuldigend zur Kassiererin. Vor den Schuhgeschäften gibt es eine große Auswahl an Sandalen, doch die meisten gehen vorbei. "Die Qualität der Geschäfte sinkt, das ist das Problem", so eine Kundin. FRAGE DES TAGES

Quelle: RP

 
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