Nettetal: VVV lässt die Muskeln spielen
VON EBERHARD LANGE - zuletzt aktualisiert: 11.07.2008Nettetal (RPO). Nach der CDU fordert auch der Verschönerungsverein eine schnelle Entscheidung: Das Parkstübchen muss erhalten werden, es muss ein neues Saalkonzept her. Dem Rat wird nur noch Zeit bis zu den Herbstferien gegeben.
Dem Ersten Beigeordneten Armin Schönfelder weht aus Hinsbeck ein eisiger Wind ins Gesicht. Nach der örtlichen CDU übt der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Kritik am Dezernenten. Der VVV will unbedingt Entscheidungen für das Parkstübchen und das Saal-Konzept vor den Herbstferien festklopfen.
„Schönfelders Herumeierei muss aufhören“, hieß es im Vorstand. Erließ sich von Ortsvorsteher Heinrich Ophoves über den Sachstand informieren. Und der berichtete, dass die Verwaltung noch Konzepte prüfe. Die „jahrelange Ungewissheit“ will der VVV nicht länger hinnehmen. Einstimmig fordert der Vorstand die Politik auf, noch vor den Herbstferien Entscheidungen zu treffen.
Parkstübchen
Senioren Das Parkstübchen dient als Altentagesstätte und wird getragen von der evangelischen Kirchengemeinde.
Pläne Erster Beigeordneter Armin Schönfelder kündigte kürzlich im Sozialausschuss an, dass er sich auch eine Lösung mit einem anderen Träger vorstellen könnte.
„Die Bevölkerung ist zutiefst beunruhigt“, behauptete Peter Beyen. Mal ließen die Äußerungen des zuständigen Dezernenten Armin Schönfelder Lichtblicke und Hoffnungen zu, dann wiederum nicht, klagte der VVV-Vorsitzende. Der Hinsbecker VVV habe bereits vor einigen Jahren der Stadt seine Unterstützung auch zum Erhalt des Parkstübchens angeboten. Bereits vollendete Projekte hätten gezeigt, dass Baumaßnahmen in Regie des VVV wesentlich kostengünstiger als in Trägerschaft von Stadt oder des Städtischen Immobilien Managements (heute Nettebetrieb) ausgeführt werden konnten. Die Stadt müsse als Eigentümerin aber die grundsätzliche Entscheidung treffen. Zeit zum Entwickeln von Konzepten und Kostenrechnungen habe die Verwaltung nun lange genug gehabt.
Breiten Raum nahm das „Parkstübchen“ im Kanzler- und Friedenspark ein. Der VVV wolle „keiner politischen Entscheidung vorgreifen“, er unterstrich aber: „Unsere Gesellschaft und dieser Ort brauchen eine solche Begegnungsstätte“. Allen Besuchern, auch fachkundingen Architekten und Stadtplanern gefalle der Gartenpavillon im Park zwischen den Hinsbecker Kirchen. „Es ist einfach schön hier zu sitzen“, bestätigten Besucher den Hinsbeckern immer wieder. Das Parkstübchen liege zentral und doch in ruhiger Abgeschiedenheit. Der Pavillon passe mit seiner leichten Bauweise in den Park.
Mit seiner Forderung steht die Verkehrs- und Verschönerungsverein nicht allein. So hatte unlängst auch der CDU-Ortsausschuss markige Worte in Richtung Rathaus abgefeuert und auf schnelle Entscheidungen gedrängt. Erster Beigeordneter Armin Schönfelder hatte erst kürzlich im Fachausschuss berichtet, er prüfe sowohl den Erhalt des Parkstübchens als auch alternative Trägerschaften und einen anderen Standort für die Seniorenbegegnung im Hinsbecker Ortskern.
KOMMENTAR
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum


