Nettetal: Weit vor der Zeit fertig
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 25.08.2010Nettetal (RPO). Die Arbeiten in der Markt- und der unteren Hochstraße in Lobberich enden sechs Wochen früher als geplant noch vor Monatsende. Geschäftsleute und Anwohner haben Geduld gezeigt. Viele wollen die Gunst des Umbaus nutzen.
Ende der Woche und damit sechs Wochen früher als geplant, wird die Lobbericher Innenstadt von der Dauerbaustelle untere Hoch-/Marktstraße befreit. "Das ist das Ergebnis einer tollen Zusammenarbeit aller Beteiligten in der Verwaltung mit Nettebetrieb und Stadtwerken sowie in den ausführenden Unternehmen. Und die Anwohner und Geschäftsleute haben eine enorme Geduld und sehr viel Verständnis aufgebracht", stellt die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche fest.
Sie ist selbst etwas überrascht, wie schnell die Arbeiten dem Ende zugehen. "Es war eine sehr komplizierte Baustelle", meint sie rückblickend. Zwei Faktoren kamen hier zusammen, Zum einen wollte die Stadt in dem Straßenzug fortsetzen, was sie mit dem alten Markt vor dem früheren Rathaus begonnen hatte. Die alte Einkaufsstadt hatte im Laufe der Jahre auch deswegen viel von ihrer Anziehungskraft verloren, weil ihr äußeres Erscheinungsbild eher unordentlich und ungeordnet war. Zum anderen war bei Kanalprüfungen eine hoher Sanierungsbedarf bis in die Hausanschlüsse hinein deutlich geworden.
Was noch wichtig ist
Bauarbeiten Die Baustelle hatte jeweils 50 Meter lange Abschnitte, sie wanderte vom Markt aus in Richtung Düsseldorfer Straße.
Elemente Geplant sind noch abgrenzende Gitter, an denen Blumenschmuck befestigt werden soll. Es kann bei Bedarf abgeräumt werden und ist daher flexibel einsetzbar.
Fläche Da es keine Hochborde mehr gibt, ist die gesamte Fläche barrierefrei.
Dank einer ebenso umfassenden wie geschickten Informationspolitik wurden die Geschäftsleute, Hausbesitzer und Anwohner auf die anstehenden Arbeiten nicht nur vorbereitet. Sie konnten mitreden, Vorschläge machen und waren am Ende einverstanden. "Das geht inzwischen so weit, dass Geschäftsleute über ein gemeinsames und hochwertiges Erscheinungsbild miteinander reden. Sie überlegen, beispielsweise, welche Blumenkübel aufgestellt werden", freut sich Susanne Fritzsche. Einen Schub haben auch alle Betriebe erfahren, die gastronomische Angebote machen können – von der vorhandenen Kneipe bis zum Bäcker, der Kaffee und Kuchen anbieten möchte.
Die hohen Kosten für den Steuerzahler nicht nur aus der städtischen Kasse – schließlich unterstützt das Land den Ausbau mit Fördermitteln – lohnen sich nach Auffassung von Politik und verwaltung. Die Technische Beigeordnete fasst kurz zusammen, was die Stadt sich von der ober- und unterirdischen Stadtsanierung an dieser Stelle verspricht: "Das kommt. Die Leute sind hochmotiviert. Wir sind zuversichtlich, dass diese städtischen Vorleistungen die Basis für künftig bessere Geschäfte sein werden."
Fortsetzen wird die Stadt ihre Arbeiten in der Fußgängerzone und hinein in das künftige Einkaufszentrum im ehemaligen Hölter-/Longlife-Gelände. Es wird ein einheitliches Bild geben, das den Besuchern signalisiert, wo es überall weitergeht – zu Geschäften und gastronomischen Betrieben. "Die Lobbericher Innenstadt lebt. Das wird sich bald zeigen", ist die Beigeordnete zuversichtlich. FRAGE DES TAGES
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