Nettetal: Wieder zahlreiche tote Aale im Wittsee
zuletzt aktualisiert: 02.09.2009Nettetal (RPO). Das Aalsterben im Wittsee geht weiter. Die Behörden tappen aber immer noch im dunkeln, was die Ursache sein könnte. "Uns fehlen weiterhin die erforderlichen Hinweise und vor allem Möglichkeiten, die Tiere eingehend untersuchen zu lassen", erklärte gestern der Pressesprecher der Kreisverwaltung, Kaspar Müller-Bringmann.
Das Problem der Behörde: Nur mehrere frisch verendete Tiere, die sofort in Eis gepackt und zur Untersuchungsstelle gebracht werden, können mit einigem Aussicht auf Erfolg begutachtet werden. Wie gravierend das Aalsterben ist, kann die Kreisverwaltung bis heute nicht sagen.
Dagegen haben Wassersportler am vergangenen Wochenende erneut eine ganze Reihe von verendeten Aalen im Wittsee entdeckt. Peter Czaja und andere Mitglieder im WSV de Wittsee suchten am Samstagmorgen das Ufer zwischen Strandrestaurant und Rohrdommel-Projekt ab. Sie fanden innerhalb einer Stunde zehn tote Aale.
Die Untätigkeit der Behörden beziehungsweise die Aussagen, sie könnten nichts unternehmen, irritiert die Wassersportler ebenso wie die Angler. "Ich meine, dass zehn tote Aale von etwa 90 Zentimetern Länge ausreichen, um das Aal sterben im Wittsee zu dokumentieren", sagt Czaja.
Er habe inzwischen fast den Eindruck, als müsse man die toten Tiere den Ordungsbehörden oder vielleicht auch Nettetals Bürgermeister auf die Schreibtische packen, damit endlich geglaubt werde, dass die Tiere zurzeit in ungewöhnlich großer Zahl sterben.
An möglichen Übertreibungen, was das Gesamtgewicht der gefundenen Kadaver angehe, wolle er sich mit den Wassersportlern nicht beteiligen. Der Kreis bleibt ratlos. Seine Botschaft: Wer frische tote Aale finde, solle dies sofort melden.
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