Nettetal: Zukunft des Hertie-Hauses ungewiss
zuletzt aktualisiert: 22.01.2009Nettetal (RPO). Für das zum Verkauf stehende Hertie-Warenhaus in Lobberich gibt es derzeit offensichtlich keinen Interessenten. "In Nettetal stehen wir noch am Anfang", formulierte es zurückhaltend Christoph Meyer, Mitglied der Geschäftsleitung von Atisreal und Leiter Retail Investment. Er betreut die Vermarktung der Hertie-Liegenschaften.
Gestern teilte Atisreal mit, dass die Mietverträge für alle Hertie-Warenhäuser vom Eigentümer gekündigt wurden. Hertie habe die Kündigungen akzeptiert. Das soll den Verkauf der Häuser vereinfachen, die wie das Nettetaler Hertie-Warenhaus noch keinen Investor gefunden haben. Aus Sicht von Atisreal bestehe nun "Sicherheit hinsichtlich der Verfügbarkeit der Immobilien für den Markt", heißt es in einer Pressemitteilung. "Es gibt Interessenten, die sich für eine Handvoll Häuser interessieren und wegen der Vermietung zurückgeschreckt sind", erklärte Christoph Meyer.
Gestern meldete Atisreal den Verkauf von drei Hertie-Häusern: in Wesseling (zwischen Köln und Bonn), in München-Giesing und in München-Laim. Diese Warenhäuser gehörten wie das Nettetaler Hertie-Haus zu einer Kette von ursprünglich 74 Kaufhäusern, die zuvor unter dem Namen "Karstadt kompakt" firmiert hatten. Sie waren vom Warenhauskonzern Karstadt an den britischen Investor Dawney Day verkauft worden.
Die Hertie-Kette hat Insolvenz angemeldet. Diese ist der Grund für den Verkauf der Warenhäuser. Insgesamt stehen noch 58 Immobilien zum Verkauf – darunter auch das Nettetaler Hertie-Kaufhaus.
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