Kreis Viersen: 1000 Polizisten suchen nach Mirco
VON CHRISTIAN HEIDRICH - zuletzt aktualisiert: 08.09.2010 - 11:31Kreis Viersen (RPO). Im Fall des vermissten Mirco aus Grefrath fehlte bis gestern abend jede Spur. Die Polizei hatte die Suche nach dem Zehnjährigen im Laufe des Tages noch einmal deutlich verstärkt. Rund 1000 Beamte aus ganz NRW waren in Hundertschaften und zum Teil mit Spürhunden im Einsatz. Einen entscheidenden Hinweis auf den Verbleib des Jungen gab es jedoch nicht. Mirco war am Freitagabend zuletzt an einer Bushaltestelle in der Nähe einer Skater-Anlage in Grefrath gesehen worden. Von dort aus wollte er laut Polizei mit dem Fahrrad nach Hause fahren, kam aber nicht an. Die Kripo geht von einem Verbrechen aus.
Gottesdienst in Grefrath
Nachdem in den Vortagen nach Angaben von Mönchengladbachs Polizeisprecher Willy Theveßen das Gebiet rund um Grefrath abgesucht worden war, konzentrierte sich die Suche gestern auf die sogenannte Wankumer Heide. Das Gebiet westlich der Ortschaft Vorst wird im Osten durch die Niers, im Norden durch die A 40 und im Westen durch die B 221 begrenzt, teilte die Polizei weiter mit. In Vorst hatte sich die Spur von Mirco verloren, die "Mantrailer-Hunde" aufgenommen hatten. Diese Tiere könnten sogar Spuren von Menschen wittern, die in Fahrzeugen unterwegs gewesen seien, sagte Heinz van Baal, Sprecher der Kreispolizeibehörde Kleve. Als nach wie vor wichtigste Spur bewerten die Ermittler Zeugenaussagen zu einem dunklen Pkw. Der Wagen hatte ihnen zufolge am Abend des Verschwindens genau dort geparkt, wo später das Fahrrad des Jungen gefunden wurde.
Die Familie von Mirco wird vom Opferschutz der Polizei psychologisch betreut. Am Donnerstag soll es um 19 Uhr einen Gebets-Gottesdienst in der Pfarrkrche St. Laurentius in Grefrath geben.
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