Viersen: 18-jährige Nichte soll die Täterin sein
zuletzt aktualisiert: 31.10.2007Viersen (RPO). kRies Viersen (ude/jon) Das Tötungsdelikt im Kempener Hagelkreuz an einem aus Kasachstan stammenden Mann ist offenbar aufgeklärt. Die 18-jährige Nichte soll ihren 55-jährigen Onkel in dessen Wohnung an der Robert-Koch-Straße 54 in Kempen umgebracht haben. Nähere Einzelheiten zu der mysteriösen Beziehungstat will die Mordkommission mit Beamten aus Viersen und Mönchengladbach und die Staatsanwaltschaft Krefeld erst heute bekannt geben. Sie warten noch das Ergebnis der Vorführung vor dem Krefelder Haftrichter ab.
Auf der Arbeitsstelle vermisst
Der 55-jährige aus Kasachstan stammende Mann war von seinem Arbeitgeber am Freitag auf seiner Arbeitsstelle vermisst worden. Ein Kollege hatte den 25-jährigen Sohn des Gesuchten am Abend darüber informiert. Da der junge Mann nicht in die Wohnung des Vaters gelangen konnte, rief er die Polizei zu Hilfe. Kurz nach 20 Uhr betraten die Beamten mit dem 25-Jährigen gemeinsam die Wohnung des allein lebenden Mannes. Dort fanden sie ihn nur noch tot vor. Der alarmierte Notarzt konnte vor Ort keinen natürlichen Tod bescheinigen. Von der Polizei war sofort eine 21-köpfige Mordkommission unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Friedhelm Schultz eingesetzt worden, welche die Federführung bei den Ermittlungen übernahm.
Zählbare Erfolge
Bereits in der Nacht zum Montag stellten sich erste zählbare Erfolge ein: Die Polizei nahm drei Verdächtige, die 18-Jährige und zwei Männer, alle aus Kasachstan kommende Russlanddeutsche, in Kempen und Krefeld fest. Die Männer waren in der Tatnacht zum Freitag vor dem Haus des Getöteten gesehen worden. Das Opfer lebte seit zehn Jahren in Kempen.
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