Viersen: 40 Jahre Doerkesstuben
VON EBERHARD LANGE - zuletzt aktualisiert: 13.09.2008Viersen (RPO). Die Altentagesstätte in Lobberich feierte jetzt ihren Geburtstag. Unter den Gästen war mit Hildegard Schotes auch die frühere Leiterin der Einrichtung. Ihre Nachfolgerin Maria Tack wünscht sich für die Zukunft eine neue Küche.
Erinnerung an Spende
Geschichte Der Weber Peter Johann Doerkes vermachte der Gemeinde Lobberich 1903 das Wohnhaus Kempener Straße 11 zur Errichtung eines Waisenhauses, eines Altenheims oder eines Armenhauses (Doerkes-Stift).
Anerkennung Die Stadt Nettetal erinnerte durch die Benennung des Doerkesplatzes an den Stifter. Umzug 1978 zog die Lobbericher Altenstube von der Burgstraße in den Neubau „An St. Sebastian.“ Die Altentagesstätte wurde „Doerkesstuben“ genannt.
Lobberich In den Doerkesstuben wurde jetzt Geburtstag gefeiert – 40 Jahre gibt es die Altenstube in Lobberich nun schon. „Damals hatte die junge Stadt Lobberich in Sachen Altenarbeit die Nase ganz weit vorn,“ erinnert sich Willi Pollmanns, Stadtbeauftragter des Malteser Hilfsdienst (MHD) während der Feierstunde zum 40-jährigen Jubiläum der Doerkesstuben.
Im „roten Haus“ an der Burgstraße, wo einige Jahre zuvor noch „höhere Schüler“ der „höheren Schule für Knaben“, dem späteren Werner-Jaeger-Gymnasium unterrichtet wurden, eröffneten die Doerkesstubent. Willi Pollmanns kann das Gefühl, das er beim Betreten der „alten Altenstube“ an der Burgstraße hatte, rasch zurückholen – damals holte er dort abends seinen Großvater ab. Und damals lag stets der Zigarrenduft seines Großvaters und anderer Besucher in der Luft.
Nicht nur Besucherinnen
Zur Jubiläumsfeier begrüßte die Leiterin der Doerkesstuben, Maria Tack, zahlreiche Männer: Neben Willi Pollmanns, dem Vertreter des Trägers (MHD), waren auch Bürgermeister Christian Wagner, Sozialdezernent Armin Schönfelder, der städtische Seniorenbetreuer Christian Fortmann, Pastor Günter Wieland und Vertreter der ZWAR-Gruppe gekommen. Maria Tack freute sich, dass sie an diesem Tag nicht nur die regelmäßigen Besucherinnen begrüßen konnte, sondern unter anderem auch Frau Gulke von der Residenz Curanum Lobberich, Frau Jansen vom Freizeitcafé des Sozialdienstes Katholischer Frauen. Ebenfalls gekommen waren viele der Frauen und Männer, die die Dorkesstuben nutzen, Frau Falk die Fitness-Trainerin der Senioren, Frau Filfil von der Hospizgruppe, Frau Cuver von der Heilig Geist Gruppe und Frau Fröse vom Hinsbecker Parkstübchen.
Sonderapplaus gab‘s für Hildegard Schotes, die bis 2001 den Senioren-Treff leitete und inzwischen zu den regelmäßigen Besuchern zählt und immer noch mit Rat und Tat zur Seite steht. „Vieles von ihr Eingeführte habe ich übernommen und wird bis heute praktiziert“, unterstrich Maria Tack. Sie wisse, Senioren stehen Neuerungen oft skeptisch gegenüber. So war es auch bei der Einführung des monatlichen Frühstücks, mit dem Maria Tack vor fünf Jahren begann. „Heute ist das ein Renner“, sagt Tack. „Der Weg in die Doerkesstube lohnt sich, denn hier ist man auch im Alter nicht alleine, nicht einsam. Besucher sind Teil einer Gruppe die in Bewegung bleibt – und Bewegung hält bekanntlich fit.“
Für die Zukunft wünscht sich Maria Tack vor allem Eins: eine neue Küche, damit künftig regelmäßig gemeinsam Mittagessen gekocht und in den Doerkesstuben verzehrt werden kann. Den Grundstock, 400 Euro aus Trödelverkauf, haben die Senioren schon beisammen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



