Kreis Viersen: Arbeitsmarkt spürbar entlastet
VON GERT UDTKE - zuletzt aktualisiert: 28.09.2007Kreis Viersen (RPO). Auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren ist die Erwerbslosigkeit im Kreis Viersen gesunken. Aber noch 10 361 Menschen waren im September ohne Job. Die Quote fiel auf 6,9 Prozent. Auch die Jugendlichen profitierten.
Mit den aktuellen Zahlen setzt sich die erfreuliche Entwicklung am heimischen Arbeitsmarkt fort, nachdem hier im Februar 2005 ein Höchststand an Erwerbslosen erreicht worden war. Seitdem ging die Quote stetig zurück, unterm Strich um 2,6 Punkte auf heute 6,9 Prozent.
Im Kreis Viersen einschließlich der Stadt Willich sank die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum letzten August um 381 oder 3,5 Prozent auf 10 361. Das waren sogar 2282 Erwerbslose oder 18 Prozent weniger als vor einem Jahr. „Und der positive Trend hält weiter an“, sagte gestern Geschäftsführer Harald Küst von der Agentur für Arbeit in Krefeld. Der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit habe den Arbeitsmarkt spürbar entlastet, nachdem sie im Sommer saisontypisch kräftig gewachsen war. Die Wende wundert Küst nicht: Denn viele junge Leute, die eine Ausbildung abgeschlossen und danach keinen Arbeitsvertrag erhalten hatten, meldeten sich in den Sommermonaten bei der Agentur für Arbeit. „In den meisten Fällen handelt es sich um eine kurzfristige Arbeitslosigkeit, viele finden schon nach wenigen Wochen einen neuen Arbeitsplatz.“ Das bestätigen die Zahlen: Knapp tausend Personen unter 25 Jahren waren im September noch erwerbslos gemeldet, das waren 70 weniger als im August und 274 weniger als vor einem Jahr. Küst rechnet mit einem weiteren Rückgang im Oktober.
Arbeitsmarkt im Detail
Aufgeteilt nach den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur ergeben sich für September folgende Arbeitslosenquoten (in Klammern die Werte des Vormonats August und vom September 2006):
Kempen 5,6 Prozent (5,8/6,9)
Nettetal 7,4 Prozent (7,5/8,3)
Viersen 8,3 Prozent (8,7/10,1)
Stadt Krefeld 11,4 (11,9/12,7)
Kreis Viersen 6,9 (7,2/8,3)
Gesamtbezirk (Kreis Viersen und Krefeld)8,8 Prozent (9,2/10,2)
Weniger Langzeitarbeitslose
Auch die Langzeitarbeitslosen, die schon länger als ein Jahr nach einer Stelle suchen, profitierten von der guten Wirtschaftslage, allerdings etwas schwächer als der Durchschnitt. Ihre Zahl nahm um 140 auf aktuell 3892 Personen ab. Rückläufig war auch die Entwicklung bei den erwerbslosen 55-Jährigen und Älteren.
Die Agentur verzeichnete die in diesem Jahr stärkste Nachfrage nach Arbeitskräften im gesamten Bezirk einschließlich Stadt Krefeld. Gedämpfter verlief die Entwicklung allein im Kreis Viersen: Zwar meldeten auch hier die Unternehmen und Verwaltungen 528 freie Stellen, gut hundert mehr als im August, das waren allerdings zwei Prozent weniger als vor einem Jahr. Aber auch hier ist die gute Konjunktur deutlich spürbar: Seit Jahresbeginn wurden 4165 offene Stellen angeboten, ein Plus gegenüber 2006 von 6,3 Prozent.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



